150 Strohballen in Flammen: Hofbesitzer gehen von Brandstiftung aus

rnGroßbrand in Wickede

Rund 150 Strohballen sind in der Nacht zu Montag in Wickede abgebrannt. Erst mittags war das Feuer gelöscht. Die Landwirte sind sich sicher, dass das Feuer sich nicht selbst entzündet hat.

Dortmund, Wickede

, 05.08.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Meterhohe Rauchsäulen, rund 150 Strohballen in Flammen und ein Feuerwehreinsatz, der fast zwölf Stunden gedauert hat. In Dortmund Wickede hat in der Nacht zu Montag (5.8.) ein Strohlager auf einem Feld Feuer gefangen. 0.30 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein – um 12.18 Uhr war der Einsatz dann beendet.

Die Spuren auf dem Feld an diesem abgeschiedenen Wirtschaftsweg zwischen der Wickeder Straße und der Eichwaldstraße sind am Montagmittag deutlich zu erkennen.

150 Strohballen in Flammen: Hofbesitzer gehen von Brandstiftung aus

Die Spuren des Riesenbrandes sind kurz nach Abrücken der Feuerwehr deutlich zu erkennen. © Wilco Ruhland

Ein markanter Geruch, der beinahe an ein Osterfeuer erinnert, hält sich hartnäckig in der Luft. Die goldgelben Stoppeln des Feldes gehen über in geschwärzte. Gehen über in Matsch und zu einem kleinen Teich, der sich durch das Löschwasser gebildet hat.

Inmitten von alldem ein großer Haufen Stroh. Nass und angebrannt. Kaum vorstellbar, dass hier mal rund 150 ordentlich gepresste Strohballen fein säuberlich neben- und aufeinander lagen.

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Spuren des Strohballen-Brandes in Wickede

05.08.2019
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Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Mit Frontladern zogen die beiden Landwirte die Strohballen auseinander. "Die sehen jetzt natürlich aus wie sau", sagt der eine.© Wilco Ruhland
Mit Frontladern zogen die beiden Landwirte die Strohballen auseinander. "Die sehen jetzt natürlich aus wie sau", sagt der eine.© Wilco Ruhland
Mit Frontladern zogen die beiden Landwirte die Strohballen auseinander. "Die sehen jetzt natürlich aus wie sau", sagt der eine.© Wilco Ruhland
Mit Frontladern zogen die beiden Landwirte die Strohballen auseinander. "Die sehen jetzt natürlich aus wie sau", sagt der eine.© Wilco Ruhland
Mit Frontladern zogen die beiden Landwirte die Strohballen auseinander. "Die sehen jetzt natürlich aus wie sau", sagt der eine.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland
Zur Mittagszeit waren die rund 150 Strohballen in Wickede gelöscht. Das Feld weist deutliche Spuren des fast 12 Stunden andauernden Feuerwehreinsatzes auf.© Wilco Ruhland

Auch das angrenzende Buschwerk ist zum Teil geschwärzt. Aber nur leicht. Hier hat die Feuerwehr ganze Arbeit geleistet. „Die Feuerwehr hat erst einmal dafür gesorgt, dass das Feuer nicht auf die Böschung überschlägt“, erklärt ein Anwohner. Direkt hinter dem Gebüsch befindet sich ein Gartenbaubetrieb.

Landwirte unterstützen die Feuerwehr

Dem Anwohner, ein Landwirt eines Pferdehofes, merkt man die Strapazen der Nacht an. Er und sein Bruder haben die Feuerwehr tatkräftig unterstützt. Sie sind die erwachsenen Söhne des Hofes, dem auch das brennende Stroh gehört.

Mit jeweils einem Frontlader zogen sie die gerade nicht lichterloh brennenden Strohballen auseinander. Es ging darum, mögliche Glutnester aufzudecken. So konnte die Feuerwehr anschließend von oben löschen.

„Ich habe die Feuerwehr, ehrlich gesagt, gar nicht gehört. Ich habe gegen 1 Uhr das Feuer vom Fenster aus gesehen“, sagt der Landwirt. Ein Schock. Nicht ganz weit von den Pferdeställen entfernt, Feuer auf einem Feld, das zum eigenen Hof gehört. „Man ist auf jeden Fall sehr schnell in den Klamotten“, sagt er.

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Strohballen brennen in Wickede

Die Feuerwehr löscht ein großes Lager von Strohballen auf einem Feld in Wickede. Die Ballen müssen auseinander gezogen werden. Dann sollen sie kontrolliert abbrennen.
05.08.2019
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Ein großes Lager mit Strohballen brennt in Wickede.© Helmut Kaczmarek
Die Feuerwehr war bis zum Morgen mit den Löscharbeiten beschäftigt.© Helmut Kaczmarek
In sogenannter Riegelstellung soll ein Ausbreiten des Feuers verhindert werden.© Helmut Kaczmarek
Die Ballen brennen lichterloh.© Helmut Kaczmarek
Viel zu tun für die Dortmunder Feuerwehr.© Helmut Kaczmarek
So sieht der Brand von weitem aus.© Helmut Kaczmarek
Die Strohballen müssen auseinander gezogen werden.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Feuer bildete sich auch viel Rauch.© Helmut Kaczmarek
Die Feuerwehr Dortmund musste Strohballen in Wickede löschen.© Helmut Kaczmarek
Die Feuerwehr Dortmund musste Strohballen in Wickede löschen.© Helmut Kaczmarek
Die Feuerwehr Dortmund musste Strohballen in Wickede löschen.© Helmut Kaczmarek
Die Löschwasserversorgung musste zunächst hergestellt werden.© Helmut Kaczmarek

Als die Hofbewohner ankamen, sei die Feuerwehr schon da gewesen. Zunächst ging es darum, ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern - auf das Gebüsch oder den Rest des Feldes. Deshalb baute die Feuerwehr eine sogenannte Riegelstellung auf. Dort, wo es brannte, ging es darum, das Feuer kontrolliert abbrennen zu lassen.

Die Wasserversorgung gestaltete sich allerdings problematisch. Einen direkten Hydranten an dem Feld gibt es nicht. Ein Fahrzeug mit großem Tank und extralangem Schlauch musste her. Ein Stück weiter ließ sich dann ein Hydrant finden.

Anwohner gehen von Brandstiftung aus

Zur Brandursache konnte die Feuerwehr keine Auskunft geben. „Das liegt jetzt bei der Polizei“, sagt Feuerwehrsprecher Oliver Körner am Montagnachmittag. Die Landwirte, denen das Feld gehört, sind sich jedoch ziemlich sicher: „Das hat einer angezündet.“

Häufiger hätten sie in den Ferien Probleme mit Jugendlichen, die es sich abends auf den Feldern bequem machen und Alkohol trinken. An eine unachtsam weggeworfenene Zigarettenkippe glauben sie aber nicht. „Es scheint eher so, dass jemand gezielt die Miete von beiden Seiten angezündet hat.“

Feld kann sich wieder entzünden

Den Pferden sei nichts passiert. Die abgebrannte Menge Stroh entspräche jedoch ungefähr zwei Monaten Futter für die Tiere. Stündlich fahre der Landwirt zum Feld. Glutnester seien immer noch möglich.

„Wir werden jetzt Kameras auf dem Hof anbringen. Nicht auszudenken, was los gewesen wäre, wenn jemand das Stroh hier auf dem Hof angezündet hätte. Da hinter dem Stall liegen noch mal circa 700 Ballen“, sagt er.

Erst vor zwei Wochen brannte ein Feld in Nette. Dort hatte sich das Feuer von der Straße aus über das Getreidefeld ausgebreitet.

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