16-jährige Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft

Nach gewaltsamem Tod einer 15-Jährigen in Hörde

Nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens auf einem Parkdeck am Bahnhof Hörde gibt es erste neue Erkenntnisse, aber auch noch viele offene Fragen.

HÖRDE

, 26.02.2018, 19:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
16-jährige Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft

Trauernde Jugendliche an der Stelle, an der am Freitagabend eine 16-Jährige eine 15-Jährige mit einem Messer getötet hat. © Felix Guth

Am Freitagabend (23.2.) hatte auf dem Parkdeck in Hörde eine 16-Jährige eine 15-Jährige erstochen.. Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel teilt am Montag mit, es sei ein Messer gefunden worden, bei dem man davon ausgehe, dass es sich um die Tatwaffe handelt.

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Nach mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung seien Glas- und Papiercontainer in einem anderen Dortmunder Stadtteil durchsucht worden. Am Wochenende war spekuliert worden, dass eine abgebrochene Bierflasche die Tatwaffe gewesen sein könnte.

Bilder aus Überwachungskamera ausgewertet

Die Bilder aus einer Überwachungskamera sind mittlerweile ausgewertet, weitere Zeugen wurden vernommen. Die 16-Jährige sitzt wegen Totschlags mittlerweile in Untersuchungshaft.

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Nur sieben Stunden vor der Tat wurde am Freitagnachmittag in 50 Metern Entfernung in der Hörder Bezirksverwaltungsstelle ein Gespräch über die Sicherheit am Bahnhof beendet. Anlass waren Vorfälle und wachsende Ängste von Bürgern, Kunden und Ladenbetreibern. Ein Ergebnis war, dass das Parkhaus künftig zwischen 24 und 7 Uhr abgeschlossen werden soll. Die Tat hätte dies aber nicht verhindert: Der tödliche Messerstich ereignete sich gegen 22.40 Uhr.

Stadt Dortmund will Freizeitangebot in Hörde erweitern

Oberbürgermeister Ullrich Sierau äußerte sich in einer Stellungnahme „schockiert und betroffen“ von dem Vorfall. „Zunächst gilt es, den tatsächlichen Sachverhalt darzustellen, so dass wir die jetzt erforderlichen Schritte einleiten können. Dazu gehören auch Hilfen für die betroffenen Familien“, so Sierau. „Wir werden alle ordnungsrechtlichen, baulichen und betreuerischen Möglichkeiten einsetzen“, heißt es von der Stadtverwaltung.

„Kurzfristig soll das Freizeitangebot und Betreuungsangebot für Jugendliche noch weiter intensiviert werden.“

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