186 Parkplätze gegen das Chaos: LWL-Klinik reagiert auf Anwohner-Kritik

rnParken in Dortmund

Hoch geht’s her an der Marsbruchstraße und den benachbarten Wohnstraßen. LWL-Mitarbeiter und Klinikbesucher parken alles zu, was möglich ist. Jetzt soll sich etwas ändern.

Aplerbeck

, 15.01.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Parkplatzsituation rund um die LWL-Klinik in Aplerbeck lässt Anwohner verzweifeln. Denn: Ihre Straßen sind mit fremden Autos von Mitarbeitern blockiert.

Jetzt reagiert der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL) und geht somit einen großen Schritt auf die Anwohner zu. Es sollen neue Parkplätze entstehen.

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Das ist auch nötig. Denn mit der neuen Zentrale der Bundesbank und dem schon länger bestehenden Materialprüfungsamt gibt es weitere Arbeitgeber, die Pendlerverkehre anziehen.

Gespräche wurden vonseiten der LWL mit den Vertretern der Bundesbank und des Materialprüfungsamtes geführt, um eine gemeinsame Parkmöglichkeit zu erörtern. Bundesbank und Materialprüfungsamt haben nämlich ein eigenes Parkkonzept.

186 Parkplätze gegen das Chaos: LWL-Klinik reagiert auf Anwohner-Kritik

Wo jetzt noch die alte Remise steht, sollen Parkplätze gebaut werden. © Jörg Bauerfeld

Bei den LWL-Kliniken musste daher eine eigene Idee her. Die gibt es jetzt. „Es gibt sehr gute Nachrichten für die Anwohner“, sagt Prof. Dr. Jens Bothe, LWL-Betriebsleitung.

„Nach längeren Planungen und Überlegungen haben wir ein Konzept im Landschaftsverband verabschiedet, das vorsieht, eine Million Euro in neue Parkplätze in Aplerbeck zu investieren“, sagt Bothe.

„Wir werden die Situation beobachten“!
Prof. Dr. Jens Bothe

Wie viele Parkplätze es für eine Million Euro gibt? Genau 186 Parkplätze werden hinzukommen.

„Wir haben lange überlegt, wie wir es machen. Ob wir auch in Parkhäuser oder Ähnliches investieren. Das hat sich aber als nicht wirtschaftlich dargestellt, zumindest in der ersten Ausbaustufe“, sagt Bothe.

Es könne aber sein, dass man sich in der Zukunft noch einmal dazu entschließen könne, die Kapazitäten auszubauen. „Wir werden die Situation beobachten“, sagt Bothe.

Bisher nur 150 Stellplätze

Das werden sicher auch die Anwohner – vor allem in der Allerstraße – tun. Denn hier war der Parkdruck bisher am höchsten. Selbst Grünflächen wurden als Parkfläche genutzt. Es hat sich schon eine Bürgerinitiative gegründet, die gegen das Parkchaos vorgeht.

Mehrmals hatten die Mitglieder der Bezirksvertretung Aplerbeck die Thematik auf der Tagesordnung – geändert hat sich bis heute nicht viel.

Mit den neuen Parkplatzplänen könnte jetzt aber das Parkchaos eine andere Wendung nehmen. Denn mit den neuen Stellplätzen wird die Zahl der Parkplätze rund um die LWL-Klinik mehr als verdoppelt.

150 sind es bisher, wenn die Baumaßnahmen beendet sind, werden es 336 sein. „Dann sind wir schon auf einer Ausbaustufe, die deutliche Verbesserungen für uns und die Mitarbeiter bietet“, sagt das Mitglied der Betriebsleitung.

186 Parkplätze gegen das Chaos: LWL-Klinik reagiert auf Anwohner-Kritik

So sieht es im Moment an der Allerstraße, direkt neben der Klinik, aus. © Jörg Bauerfeld

Wo sollen die zusätzlichen Parkplätze entstehen? Es wird Platz geschaffen. Die alte Remise wird abgerissen. Sie wurde vermutlich früher als Stallung genutzt und steht heute zwischen dem jetzigen Parkplatz an der Marsbruchstraße und dem Haupteingang der Klinik.

Dazu kommen noch kleinere Flächen rund um die kleine Kirche, die sich dem jetzigen Parkplatz nach Osten hin anschließt.

Bis 2021 soll alles fertig sein

Wenn alles nach Plan läuft, wird im Frühjahr 2020 mit dem Abriss der alten Gebäude begonnen. Ab März 2021 sollen die neuen Parkflächen nutzbar sein. Für die Mitarbeiter der LWL-Klinik wird das Parken aber nicht kostenlos sein. „Wir werden die Parkflächen bewirtschaften. Auch die Mitarbeiter müssen einen kleinen Obolus bezahlen“, sagt Bothe.

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Der „Obolus“ sei aber so niedrig und mit dem Betriebsrat abgestimmt, dass nicht zu befürchten sei, dass die Fahrzeuge in den Nebenstraßen abgestellt würden.

Die Parkfläche wird auch für die Öffentlichkeit nutzbar sein. Wobei es sich durch die Bewirtschaftung nicht als Park-und-Ride-Platz eignen wird. Hier gibt es an der Marsbruchstraße und am Hauptfriedhof andere Möglichkeiten.

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