200.000 Besucher kamen 2017 ins Fußballmuseum

Zweites Geschäftsjahr beendet

Mehr als 200.000 Besucher kamen 2017 ins Deutsche Fußballmuseum in Dortmund. Wie viele davon für den Eintritt zahlten, will die Museumsspitze allerdings nicht sagen. Deutlich gestiegen ist im vergangenen Jahr die Zahl der ausländischen Besucher.

DORTMUND

, 17.01.2018, 05:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
200.000 Besucher kamen 2017 ins Fußballmuseum

10.000 ausländische Besucher kamen 2017 ins Fußballmuseum. Doppelt so viele wie 2016. © Dieter Menne (Archiv)

Das Deutsche Fußballmuseum hat 2017 mehr als 200.000 Besucher gezählt. Man bestätige im zweiten Jahr nach der Eröffnung die „starken Besucherzahlen“, teilte das Museum vergangene Woche mit. Die Museumsspitze verrät auf Anfrage der Redaktion indes nicht, wie viel zahlende Besucher es 2017 gab. 2016 zahlten 190.000 Besucher Eintritt.

2016 gab’s 190.000 zahlende Besucher im Fußballmuseum

Das Museum veröffentliche „seit Sommer 2017 grundsätzlich die Gesamtbesucherzahl“, teilte Sprecher Knut Hartwig mit: „Damit haben wir uns gleichzeitig der gängigen Praxis vergleichbarer Institutionen angepasst.“

Im vergangenen Jahr hieß es von Museumsdirektor Manuel Neukirchner, dass man bei einer – im Wesentlichen noch geltenden – Preisspanne von 10 bis 17 Euro je Eintrittskarte mit 190.000 Besuchern einen kostendeckenden Betrieb fahren könne. So wie 2016.

2017 seien durch Eintrittserlöse über zwei Millionen Euro eingenommen worden, wie das Museum mitteilte. Zudem gibt es Einnahmen vor allem durch Sponsoring und Vermietung. „Aller Voraussicht nach werden wir auch in 2017 ein positives Jahresergebnis erzielen“, teilte Sprecher Hartwig mit. Das ist bekanntlich auch für die Stadt wichtig, die neben dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) Gesellschafterin der DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum gGmbH ist, die das Museum betreibt. Sollte das Fußballmuseum Verluste machen, würden Stadt und DFB zur Kasse gebeten.

Jahresabschluss des Fußballmuseums kommt Mitte 2018

Der Jahresabschluss des Fußballmuseums wird bis Mitte des Jahres aufgestellt und im Beteiligungsbericht der Stadt veröffentlicht. Dort sollte dann auch – wie im Vorjahr – die Zahl der in 2017 verkauften Tickets nachzulesen sein.

Dass von den 200.000 Besuchern in 2017 längst nicht alle Eintritt zahlten, liegt auf der Hand. Denn generell haben Kinder unter 6 Jahren freien Eintritt. Ebenfalls keinen Eintritt zahlen die Gäste mancher Sonderveranstaltungen wie der Auslosungen für die einzelnen Runden des DFB-Pokals und der Auslosung zu den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften. Wenn Firmen das Museum für Veranstaltungen mieten, zahlen ihre Gäste keinen Eintritt – die Firmen zahlen aber eine Summe X.

Neukirchner jedenfalls ist mit den Zahlen 2017 zufrieden. Der Verkauf des Familientickets stieg um 30 Prozent gegenüber 2016 an, absolute Zahlen zu den einzelnen Ticketkategorien nennt das Museum nicht. Die Zahl der ausländischen Gäste hat sich von 5000 auf 10.000 verdoppelt. 80 Prozent der Besucher kamen aus NRW.

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