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2019 soll ein Jahr der Veränderungen werden - Neue Idee für ein Fest

rn Gewerbeverein Eving

Vor zwei Monaten war die Stimmung bei den Verantwortlichen des Evinger Gewerbevereins ziemlich mies. Sie standen praktisch vor dem Nichts. Unter diesen Umständen sind Entschlüsse gereift.

Eving

, 09.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Gewerbeverein Eving und Umgebung hat 2019 zum „Jahr der Veränderungen“ ausgerufen. Der Entschluss ist in den letzten Wochen und Monaten gereift. Der Entscheidungsdruck war hoch. Gewerbevereins-Vorsitzender Meik Hibbeln: „Vor zwei Monaten war es so, dass wir eigentlich gar nichts mehr in Eving hatten“, sagt Hibbeln.

„Kein Osterfeuer, kein Evinger Frühling, kein Oktoberfest. Und dann kam die Hiobsbotschaft für die Kohlenkirmes“. Unterm Strich blieb nichts von den traditionellen Veranstaltungen im Stadtteil. Da sei klar gewesen: „Jetzt muss was passieren, das kann ja nicht sein.“

Jetziger Zustand hat mehrere Gründe

Gründe gebe es mehrere, sagen Meik Hibbeln und Michael Döbbel, 2. Vorsitzender des Gewerbevereins. Man habe vielleicht im vergangenen Jahr ein bisschen geschludert in der Zusammenarbeit mit der Ortspolitik, sagen sie. Spätestens mit der geplanten Neugestaltung des Marktplatzes und dem damit verbundenen Aus für die Kohlenkirmes in dieser Form an dieser Stelle, sind die Beziehungen eher schlecht als recht.

„Es ist ein großer Unterschied, ob Sie in die Thematik eingebunden werden oder ob Sie sich irgendwo und irgendwie was anlesen müssen“, sagen die beiden, und beklagen Nichtinformation. Aber: „Ein Gegeneinander hilft keinem“, betonen Hibbeln und Döbbel und wollen in diesem Jahr vermehrt das Gespräch suchen.

Osterfeuer, Frühling und Oktoberfest

Aber nicht nur darum geht es: Das Osterfeuer, eines der größten der Stadt, drohte auszufallen, weil die Wiese für die Veranstaltung nicht mehr zur Verfügung stand. Inzwischen ist auf den letzten Drücker Ersatz gefunden worden. Nächstes Problem: Am Evinger Oktoberfest habe man sich über fünf Jahre versucht, aber es habe sich einfach nicht gelohnt.

Für den Evinger Frühling kam nach 18 Jahren 2018 das Aus. „Es interessierte sich kaum jemand mehr dafür“, sagt Meik Hibbeln. Am Anfang sei es noch gut gelaufen für die Gewerbeausstellung mit Programm, aber auch die Verlegung von der Evinger Mitte zu den Standorten Edeka (Deutsche Straße) und Rewe (Bayrische Straße) habe die Veranstaltung langfristig nicht retten können. Hibbeln: „Am Anfang kam das noch gut an, da hatten wir 20 bis 25 Beschicker“, erzählt Hibbeln.

Zum Schluss seien es noch 14 bis 17 gewesen. Man sei froh gewesen über jeden, der sich doch noch entschlossen habe, mitzumachen, betont Döbbel.

Und dann die Kohlenkirmes. Dieses Jahr wird sie dort auf jeden Fall noch stattfinden. Eine vernünftige Ausweichfläche sehen Hibbeln und Döbbel nicht. Hinzu komme, dass es für die Schausteller ohnehin immer schwieriger geworden sei, dass sich die Veranstaltung für sie noch lohne.

Neue Ideen nach dem Vorbild Recklinghausens

Sie haben inzwischen eine neue Idee im Kopf: Vorbild ist eine Veranstaltung in Recklinghausen mit Foodtrucks und Longdrinks. „Aber nicht nur Essen und Trinken soll es geben“, sagt Hibbeln: In Recklinghausen werde jedes Jahr dabei ein Stück lokaler Kulturgeschichte vorgestellt. Stattfinden soll das Alles da, wo bei der Kohlenkirmes an der Waldecker Straße immer der Platz für das Bierzelt war.

Der Platz sei der beliebteste der Evinger, sagen die beiden Männer vom Gewerbeverein. „Wir bleiben ganz bewusst da oben“, sagen sie, „da lebt Eving“. Die Vereinsmitglieder Thomas Trosse, Ingo Plettner und Jürgen Mohr haben die Organisation übernommen.

An die 100 Mitglieder hat der Gewerbeverein Eving und Umgebung. Es waren mal 135. Aber viele Gewerbetreibende hätten zu kämpfen, jeder habe sein Päckchen zu tragen. Hibbeln und Döbbel verstehen das, aber sie wollen weiter kämpfen – nicht nur für sich, sondern auch für Eving.

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