Blindgänger an der Rheinischen Straße nach vier Stunden Evakuierung entschärft

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Vier Stunden lang war die Rheinische Straße am Freitagabend wegen einer Blindgänger-Entschärfung gesperrt. Auch der Bahnverkehr stand still. Die Stadtverwaltung zeigt sich äußerst dankbar.

Dortmund

, 13.09.2019, 20:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diesen „Freitag den Dreizehnten“ werden 900 Anwohner rund um die Rheinische Straße noch einige Zeit lang im Kopf behalten. Gegen 12.30 Uhr ist an der Hausnummer 182, auf der Baustelle eines Aldi-Marktes, ein Weltkriegs-Blindgänger gefunden worden, der am Abend entschärft werden musste.

In der Nähe einer alten Wasserleitung lag die britische 250-Kilo-Bombe in der Erde - eigentlich hätte sie schon beim Bau des vorherigen Gebäudes entdeckt werden müssen. So mussten 900 Anwohner jetzt sehen, wo sie den Start ins Wochenende verbringen konnten. Und jede Menge Bahnfahrer strandeten für mindestens eine Stunde, weil wichtige Gleise im Evakuierungsradius lagen.

Hier können Sie unseren Live-Ticker vom Freitag nachlesen:

Alle Fernverkehrszüge sowie mehrere Regionalexpress- und S-Bahn-Linien, die in westlicher Richtung unterwegs waren, mussten umgeleitet werden oder blieben lange stehen. Für die Autos ging es schon ab 15.30 Uhr nicht mehr durch das Evakuierungsgebiet, auf den Bahnverkehr hat man so gut Rücksicht genommen wie es möglich war.

Nach Absprachen mit Stadtwerken, Deutscher Bahn und dem Flughafenpersonal, das den Luftraum im Blick hat, ging es dann drei Stunden nach Start der Evakuierung so richtig los.

„Jede Bombe ist anders“

Etwas mehr als eine Stunde später als ursprünglich angedacht, um 18.34 Uhr, hat Volker Lenz von der Bezirksregierung mit der Entschärfung des Blindgängers begonnen. Fast genau eine Stunde später konnte er mitteilen: „Die Bombe ist entschärft!“ Von 18.34 bis 19.28 Uhr war Lenz mit dem explosiven Material beschäftigt.

Diese Dauer bewege sich in absolut normalem Rahmen, berichtete Michael Meinders, Sprecher der Stadt Dortmund am Abend. Zwar seien manche Blindgänger nach 15 Minuten schon entschärft, bei anderen dauere es aber mehr als eineinhalb Stunden. „Jede Bombe ist da anders“, so Meinders.

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Vier Stunden lang konnten die Anwohner nicht in ihre Häuser. „Tausend Dank an alle, die heute Geduld haben mussten und Umstände hatten“, sagte Meinders nach Abschluss der Arbeiten. Die allermeisten Anwohner hätten sich vorbildlich kooperativ verhalten.

Als Notunterkunft hatte die Stadtverwaltung das Westfalenkolleg an der Rheinischen Straße hergerichtet. Dort mussten aber nur etwa 20 Personen unterkommen. Vier Krankentransporte waren zur Evakuierung nötig.

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