Am Samstagnachmittag haben rund 2500 Menschen gegen das umstrittene Handelsabkommen ACTA demonstriert. Es kamen deutlich mehr Menschen als erwartet - eine Überraschung für Veranstalter und Polizei gleichermaßen.
DORTMUND
von Von Felix Guth und Oliver Koch
, 11.02.2012, 07:00 Uhr
/ Lesedauer: 2 min
Zum Ende der Demonstration gegen 17 Uhr sprach auch die Polizei von rund 2300 Teilnehmern. Der Demonstrationszug bewegte sich den Wall entlang. Die Abschlusskundgebung fand auf dem Friedensplatz statt. Es kam zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen. Die Demonstration verlief vollkommen friedlich.
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Demonstration gegen Handelsabkommen ACTA in Dortmund
Rund 2000 Personen folgten in Dortmund dem Aufruf zum weltweiten Protest gegen das umstrittene Handelsabkommen ACTA.
Die Veranstalter gehen von einer höheren Teilnehmerzahl als die Polizei aus. Sie sprechen auf der Demonstration von rund 2000 ACTA-Gegnern in Dortmund.
Gegen 15 Uhr hat an der Katharinentreppe die Demonstration begonnen. Nach Angaben der Polizei sind etwa 1000 ACTA-Gegner gekommen. Weil das deutlich mehr Demonstranten als erwartet sind, zieht der Demonstrationszug nun über den Schwanen- und Südwall in Richtung Stadthaus. Dafür wird der Wall auf Teilstücken kurzzeitig gesperrt werden müssen.
Die Demo wird sich ab 15 Uhr in Richtung Friedensplatz bewegen. Im sozialen Netzwerk „Facebook“ sagten rund 4500 Personen ihre Teilnahme zu. „Es ist schwer abzuschätzen, wie viele davon auf der Straße sein werden“, sagt Piratenpartei-Sprecher Klein.
Zum Protest gegen das Abkommen hatte unter anderem auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow aufgerufen. Bei mehr als 300 Teilnehmern führt die Demo-Route über den Wall, sonst über die Hansastraße.In hunderten Städten weltweit gibt es am 11.2. Aktionen gegen ACTA. „Wenn ACTA bestehendes Recht verändert, betrifft das letztlich jeden“, sagt Dieter Klein, Sprecher der Dortmunder Piratenpartei, die Mitorganisator der Demo ist.
Unter anderem könnte dann die „Beihilfe“ zur Produktpiraterie strafbar sein. „Etwa, wenn jemand ein Foto von einem Marken-Turnschuh im Internet veröffentlicht“, sagt Klein.
Die Bundesregierung teilte am Freitag mit, den Vertrag vorerst nicht zu unterzeichnen. Ob das Abkommen Gesetz wird, entscheidet das EU-Parlament, die Mitgliedsstaaten haben Vetorecht.
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