27 Einsätze in 10 Stunden: Unruhiger Freitag für die Feuerwehr Dortmund

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Die Dortmunder Feuerwehr hatte am Freitag (5.6.) viel zu tun. Unter anderem das Unwetter hat die Einsatzkräfte immer wieder beschäftigt – zudem brannte ein Lkw voll Holzkohle.

Dortmund

, 05.06.2020, 22:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viel zu tun hatten die Einsatzkräfte der Dortmunder Feuerwehr am Freitag (5.6.). Seit den Mittagsstunden, von circa halb 12 bis 21 Uhr verzeichnet das Einsatzregister allein 27 Einsätze unterschiedlichster Art.

„Wir haben einen unruhigen Tag erlebt“, sagt ein Sprecher der Feuerwehr am Abend im Gespräch mit unserer Redaktion. Dabei waren es vor allem viele kleinere Einsätze und Routine-Arbeiten, die zusammengekommen sind – doch nicht nur.

Brennender Lkw beschäftigt die Feuerwehr vier Stunden lang

Der wohl größte Einsatz hat sich in Asseln abgespielt. Auf dem Gelände eines Lebensmittelgeschäftes am Asselner Hellweg waren die Einsatzkräfte vier Stunden mit einem brennenden Lkw beschäftigt, berichtet der Feuerwehrsprecher.

Dass das Fahrzeug so stark brannte, hatte unter anderem mit der Ladung zu tun: Er war voll mit Holzkohle.

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In Sachen Brandschutz war die Feuerwehr unter anderem auch bei drei Branmeldeanlagen im Einsatz. Kurz nach 13 Uhr löste eine Anlage im Klinikzentrum Mitte wegen eines technischen Defekts aus.

An der Humboldtstraße hatte etwas später am Nachmittag ein Körnerkissen in einer Mikrowelle gebrannt. Am Abend löste dann die Brandmeldeanlage im Altenzentrum St. Hildegard im Dortmunder Süden aus. Hier war Essen auf dem Herd angekokelt.

Umgekippte Bäume, vollgelaufene Wohnung

Das Unwetter vom Freitag forderte die Einsatzkräfte mindestens fünf Mal. Dabei auch „ein sehr dringender Anruf“ einer Dortmunderin aus ihrer Wohnung in der Moltkestraße in der östlichen Innenstadt.

Das viele Regenwasser lief vom Dach in die Wohnung – das Fallrohr der Regenrinne war verstopft. Die Einsatzkräfte halfen, das Rohr freizumachen und übergaben an einen Dachdecker.

Ein anderer wetterbedingter Einsatz spielte sich auf der Schürener Straße auf Höhe der Nummer 29 ab. Hier waren vier Bäume umgekippt. Andere Straßen wie die Straße Am Marksbach in Hörde standen unter Wasser.

Ölspur von bis zu vier Kilometern Länge

Darüber hinaus hatten es die Einsatzkräfte mit sieben Ölspuren zu tun, wie der Sprecher berichtet. Die längste davon war drei bis vier Kilometer lang und forderte die Feuerwehrleute eine geschlagene Stunde lang.

Sie ging von der Straße Kesselborn bis zur Planetenfeldstraße in Marten. „Wir haben das erst für zwei Ölspuren gehalten, bis wir uns in der Mitte getroffen haben“, sagt der Feuerwehrsprecher.

Auch drei Tierrettungen hat die Feuerwehr seit Freitagmittag zu verzeichnen. Unter anderem auch eine an einem Angelhaken hängende Gans im Hafengebiet. Hier musste die Feuerwehr sogar ein Rettungsboot einsetzen, da das Tier am Pier hing.

Zudem berichtet der Feuerwehrsprecher von weiteren verschiedenen technischen Hilfeleistungen.

Doch das Wichtigste an diesem ereignisreichen Tag für die Rettungskräfte: Bei keinem der 27 Einsätze gab es Verletzte.

Im Hafengebiet befreite die Feuerwehr gegen 19 Uhr eine Wildgans aus einer misslichen Lage. Sie hatte sich mit einer Angel verheddert.

Im Hafengebiet befreite die Feuerwehr gegen 19 Uhr eine Wildgans aus einer misslichen Lage. Sie hatte sich mit einer Angel verheddert. © Feuerwehr Dortmund

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