300 Beschäftigte demonstrieren für den Erhalt der Westfalenhütte

Demo in Duisburg-Hüttenheim

Rund 300 Beschäftigte des Thyssenkrupp-Steel-Standortes auf der Westfalenhütte haben am Mittwoch an einer Demonstration in Duisburg-Hüttenheim teilgenommen. Mit Tausenden Kollegen wandten sie sich lautstark gegen die Sparpläne des Konzerns - und forderten den Erhalt des Standortes auf der Westfalenhütte.

DORTMUND/DUISBURG

, 03.05.2017, 17:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
300 Beschäftigte demonstrieren für den Erhalt der Westfalenhütte

Tausende gingen in Duisburg auf die Straße.

Auf Bitte der Dortmunder Betriebsrats-Chefin Sabine Birkenfeld hat auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Mittwoch in Duisburg ein Grußwort gehalten. Er sagte, Dortmund brauche alle Arbeitsplätze bei Thyssenkrupp-Steel.

Am Donnerstag (4.5.) tagt der Aufsichtsrat des Unternehmens. Birkenfeld und ihre Betriebsrats-Kollegen wollen sich deutlich gegen die Sparpläne äußern - zumal keine Klarheit über eine mögliche Fusion mit dem Konkurrenten Tata bestehe. „Wir wollen uns deutlich positionieren, dass wir da nicht mitziehen bei den Sparprogrammen“, sagte Birkenfeld.

Fusion wäre für Garrelt Duin nicht nachvollziehbar

Zur Demonstration in Duisburg kam auch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD). Er stehe voll hinter den Beschäftigten, sagte Birkenfeld. Er habe „überraschend klar Position bezogen“ und gesagt, eine Fusion mit Tata wäre aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar.

Unterstützung erhalten die Dortmunder Stahlarbeiter auch von Sabine Poschmann, stellvertretende wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. „Der Dortmunder Standort auf der Westfalenhütte steht bestens da“, schrieb sie in einer Mitteilung, er sei produktiv und wirtschaftlich. Sparprogramm und eine mögliche Fusion dürften nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Thyssenkrupp-Steel Europe will binnen drei Jahren 500 Millionen Euro einsparen. Die Betriebsräte haben errechnet, dass 4050 Jobs wegfallen könnten. Auch Dortmund wäre wohl betroffen, fürchtet die Betriebsrats-Chefin des hiesigen Standorts, Sabine Birkenfeld. Ihr sei jedoch schleierhaft, wie am Standort noch gespart werden könnte.

 

 

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