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3000 Menschen kamen zu Maikundgebung und Familienfest in den Westfalenpark

Maifeiertag

Die Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) stand in diesem Jahr unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“. Die Botschaft: „Geht zur Wahl!“ Es gab auch noch eine weitere.

von Rebekka Antonia Wölky

Dortmund

, 02.05.2019 / Lesedauer: 3 min
3000 Menschen kamen zu Maikundgebung und Familienfest in den Westfalenpark

Auch viele Junge Menschen demonstrierten für Europa und nahmen danach an der Kundgebung im Park teil. © Wölky

Rote Fahnen, Tarife, Europawahl: Die Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat am 1. Mai wieder im Westfalenpark stattgefunden. In diesem Jahr unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig.“ Laut DGB kamen mehr als 3000 Besucher zu Kundgebung und Kultur- und Familienfest in den Park, dem anfänglich grauem Himmel zum Trotz.

Zwischen bunten Informationsständen von Organisationen und Gewerkschaften und Buden, die alles von Kuchen über internationale Speisen bis hin zur traditionellen Bratwurst im Brötchen anboten, war bereits vor Ankunft des Demonstrationszuges um 12.15 Uhr viel los. Auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau war unter den Gästen.

Zuvor, bereits um 11 Uhr, hatten sich Demonstranten auf dem Platz der Alten Synagoge in der Innenstadt getroffen. Besonders viele junge Leute waren dabei und liefen im Jugendblock des DGB mit. Unter anderem waren die „Fridays for Future“-Bewegung und die Dortmunder Falken vertreten. Vom Theatervorplatz aus ging es zum Eingang Ruhrallee und zur Abschlusskundgebung in den Westfalenpark. Die Rede hielt dort Ralf Kutzner, Vorstandsmitglied bei der IG-Metall.

Der DGB forderte zur Europawahl auf

Kutzner machte besonders die bevorstehende Europawahl am 26. Mai zum Thema. „Geht wählen und gebt eure Stimme für Europa“, forderte er auf und fügte hinzu: „Nicht alles läuft gut, aber wir Gewerkschafter bekennen uns zu Europa.“ Wirtschaftlicher Profit, der Schutz der Wirtschaft und der Arbeitsplätze und auch der Strukturwandel, insbesondere in Dortmund, seien ohne europäische Unterstützung nicht im aktuellen Ausmaß denkbar.

Viel Applaus erhielt Kutzner, als er sich klar gegen rechte Gewalt und rechtextreme Tendenzen in der Gesellschaft und stattdessen für Frieden, Toleranz und Gleichberechtigung aussprach: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.“ Hier und in Fragen der Gleichberechtigung sehe er Aufgaben für die Zukunft.

Familienfest im Anschluss

Auch den Umweltschutz sprach Kutzner an. „Dass wir den Klimawandel begrenzen müssen und dass das eine Abkehr von Kohle und Metall mit sich bringt, bestreitet niemand. Aber diese Veränderungen müssen gerecht gestaltet sein. Auch die Arbeit der Zukunft muss gute Arbeit sein.“ Besonderen Zuspruch aus dem Publikum lösten die Forderung nach einer Mietpreisbremse, bezahlbarem Wohnraum und einer gerechteren Rentenpolitik aus.

Nach der Kundgebung eröffnete das DGB-Familienfest. Kurz darauf zeigte sich sogar die Sonne. Das nutzten die jüngsten Besucher, um sich auf Hüpfburgen und an Kletterwänden auszutoben. Auf den Wiesen breiteten viele Gäste Picknickdecken aus.

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