35-Jährige reißt Frau fast alle Haare und die Kopfhaut vom Schädel

rnLandgericht Bochum

Nach einer brutalen Attacke auf eine Gerichtsvollzieherin steht eine Hörderin vor der Zwangseinweisung in die Psychiatrie. Es ist nicht der einzige Angriff, der ihr zur Last gelegt wird.

Bochum/Dortmund

, 10.09.2019, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um die Attacke auf eine Gerichtsvollzieherin in einer Art „Waffenlager-Wohnung“ in Hörde hat ein Psychiater am Dienstag die Empfehlung ausgesprochen, die beschuldigte Ex-Mieterin zum Schutz der Allgemeinheit auf unbestimmte Zeit in die Psychiatrie einzuweisen.

„Alle drei Taten sind als Auswirkungen einer krankhaften seelischen Störung einzuordnen“, sagte Dr. Jörg Heller. Nur eine Dauerbetreuung und –beobachtung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik könne die Allgemeinheit derzeit vor weiteren wahnhaften Ausrastern und Übergriffen der Frau schützen.

Ohne diese Maßnahme sei in Konfliktfällen erneut mit ähnlichen „überschießenden Aggressionen zu rechnen“, so der Sachverständige.

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Drei Angriffe

In dem Verfahren am Bochumer Landgericht geht es um zwei tätliche Angriffe auf Gerichtsvollzieherinnen in Hörde und Bochum, außerdem um einen Angriff auf Polizeibeamte.

Im November 2017 sollte die damalige Wohnung der Beschuldigten an der Chattenstraße zwangsgeräumt werden. Dabei hatte die 35-Jährige eine Gerichtsvollzieherin geschlagen und ihr fast alle Haare und die Kopfhaut vom Schädel gerissen.

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Bei der Durchsuchung wurden in den Räumen der psychisch schwer kranken Beschuldigten eine Machete, ein Sportgewehr, eine Harpune, eine Axt und ein E-Schocker gefunden.

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