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350 Stellen weniger bei Signal Iduna bis Ende 2017

Prognose für Hauptsitz in Dortmund

1400 Stellen will die Versicherungsgruppe Signal Iduna konzernweit streichen. Jetzt hat der Vorstand erstmals eine Prognose abgegeben, was das für Dortmund heißt: Ende 2017 werden noch rund 1850 Menschen in der hiesigen Hauptverwaltung arbeiten. Unterdessen steigt durch das BVB-Sponsoring die Bekanntheit von Signal Iduna.

DORTMUND

, 02.02.2016 / Lesedauer: 3 min
350 Stellen weniger bei Signal Iduna bis Ende 2017

Ende 2017 werden nach derzeitigem Stand 350 Menschen weniger am Hauptsitz der Signal Iduna arbeiten.

Dass Signal Iduna bis Ende 2017 konzernweit 1400 Stellen streicht' tag=', ist bekannt. 700 davon sollen in Außenstellen in der Fläche wegfallen, 700 in den Hauptverwaltungen Dortmund und Hamburg. Erstmals hat nun Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe, eine Prognose abgegeben, wie viele Stellen in Dortmund verbleiben werden.

Ende 2017 noch 1850 Stellen

Stand heute arbeiten in der Hauptverwaltung an der Joseph-Scherer-Straße knapp über 2200 Mitarbeiter. Ende 2017 würden rund 1850 übrig bleiben, sagte Leitermann am Montagabend bei einem Pressegespräch. In Stein gemeißelt sei diese Zahl nicht – im Konzern sei noch viel in Bewegung. Von den 700 Stellen, die in der Fläche wegfallen, sollen 350 "nach drinnen" verlagert werden: an die Hauptsitze und an Vertriebsservice-Standorte in München, Wiesbaden und Leipzig.

Manche Mitarbeiter haben bereits Abfindungen erhalten und den Konzern verlassen, andere haben sich für die Altersteilzeit entschieden oder gehen in Ruhestand. Wieder andere wollen bleiben – für sie gibt es interne Jobbörsen. "Die Mitarbeiter müssen sich bewegen und sich bewerben", sagte Leitermann. Da vor allem Ältere gehen, wird das Durchschnittsalter der Mitarbeiter (48 Jahre) sinken. Der Stellenabbau kostet den Konzern laut Leitermann einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag.

Niedrigzins als Problem

Der Konzern will ab 2018 140 Millionen Euro im Jahr einsparen. Der Signal Iduna machen – wie der gesamten Branche – insbesondere die anhaltend niedrigen Zinsen zu schaffen. Dass diese in den nächsten Jahren "gravierend" steigen, darauf deute nichts hin, so Leitermann.

Er gab sich aber überzeugt, dass die Signal Iduna durch ihr Zukunftsprogramm 2018 "ertragreich wachsen" könne. Es bestehe nicht nur aus Einsparungen: "Wir investieren weit über 100 Millionen Euro in Personal und IT", sagte Leitermann. Der Konzern will IT-Systeme austauschen und sich besser auf die Digitalisierung einstellen. Produkte wie Reiseversicherungen online abzuschließen, hält Leitermann für sinnvoll. Lebens- oder KFZ-Versicherungen werde man dagegen bei Signal Iduna auch künftig nicht im Internet abschließen können. Hier werde weiterhin viel Beratung benötigt, so Leitermann.

Bekanntheit durch BVB-Sponsoring gesteigert

Auf das Sponsoring für Borussia Dortmund angesprochen, sagte Leitermann, die Konzernspitze sei "mit dem Engagement sehr glücklich". Signal Iduna hält knapp über 5 Prozent der Anteile am BVB und hält über einen Werbevertrag (bis 2026) das Namensrecht am Stadion.  

Leitermann zufolge hat sich der Bekanntheitsgrad der Versicherung durch das Sponsoring des BVB erhöht. Bei einer Untersuchung hätten 42 Prozent der Teilnehmer auf die Frage nach deutschen Fußballstadien den Signal Iduna Park genannt.

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