Im FZW werden am Wochenende fünf Partys hintereinander gfeiert. © Schaper
Neue Corona-Regeln

3G-Partys wieder mit Schnelltest möglich – aber Dortmunds Clubs zögern noch

Kein PCR-Test mehr nötig: Ungeimpfte brauchen ab Freitag nur noch einen negativen Schnelltest für einen Diskobesuch. Damit tun sich Dortmunder Club-Betreiber allerdings schwer.

Das öffentliche Leben wird ab Freitag (1.10.) noch etwas lockerer: Die Coronaschutzverordnung in Nordrhein-Westfalen wird erneut angepasst. Besonders für Dortmunderinnen und Dortmunder in Feierlaune ändert sich etwas.

Bislang galt in Diskos eine verschärfte 3G-Regel: Wer Party machen wollte und nicht geimpft oder genesen ist, brauchte dafür einen negativen PCR-Test. Kostenpunkt: bis zu 120 Euro. Eine ordentliche Stange für einen Tanzabend.

3G gilt mit der neuen Coronaschutzverordnung zwar immer noch, doch jetzt reicht auch ein negativer Schnelltest – sofern das Ergebnis nicht älter ist als sechs Stunden. Und die sind deutlich billiger, zumal sie bis 11. Oktober sogar noch komplett kostenlos sind.

PCR-Test, um Team und Gäste zu schützen

Bei Dortmunder Diskotheken sorgt das für gemischte Gefühle. Sebastian Nötzel, Inhaber des „Silent Sinners“ an der Möllerbrücke, findet den Schnelltest „keine gute Idee“.

Für die erste Veranstaltung in seinem Club am Samstag (2.10.) unter der neuen Regelung – „Sinnerville“, eine Festival-Sommer-Party – wird man auf die alte 3G-Richtlinie mit PCR-Test bestehen, da die Änderung recht kurzfristig kam. Wahrscheinlich wird man im „Silent Sinners“ auch dabei bleiben „um das Team und die Gäste zu schützen“, so Nötzel.

Das Problem mit den Schnelltests ist nämlich, dass es erst ein positives Ergebnis gibt, wenn man bereits ansteckend ist. Ein PCR-Test fällt früher positiv aus, ist also sicherer.

Im Nightrooms an der Hansastraße wird man ebenfalls noch bei 3G mit PCR-Test bleiben. „Das entspricht dem aktuell mit der Stadt Dortmund abgestimmten Hygieneschutzkonzept“, teilt Holger Schmidt von der Diskothek unserer Redaktion auf Anfrage mit. Für die nächste Veranstaltung, dem „Urban Circus“, gibt es keinen Einlass mit Schnelltest, trotz neuer Verordnung.

„Immer noch Pandemie“

In den Alten Weinkeller kommen weiterhin nur Gäste, die geimpft oder nachweislich genesen sind. „Wir bleiben aus Überzeugung bei 2G“, so Yves Gredecki von der Disko an der Märkischen Straße. Denn es sei „immer noch Pandemie“, daran habe sich auch nichts geändert. Probleme gebe es damit auch nicht. Laut Gredecki sei man im Alten Weinkeller seit der Wiedereröffnung oft ausverkauft.

Im FZW findet am Samstag die wohl letzte Sommer-Party in Dortmund statt. An dem „Endless Summer XXL“ kann man aber nicht teilnehmen, wenn man einen Schnelltest vorlegen kann.

„Die Änderung kam zu kurzfristig, wir können das nicht so schnell umorganisieren“, erklärt PR- und Marketing-Manager Matthias Schmidt. „Wir präferieren generell 2G zum Schutz unserer Gäste und Mitarbeiter“, aber wegen der neuen Coronaschutzverordnung will sich das FZW zukünftig mit den Veranstaltern absprechen.

Über den Autor
Reporter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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Robin Albers

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