59-Jähriger will ins Gefängnis - und darf jetzt

Anstelle von Sozialstunden

Eine skurrile Geschichte: Hans-Jürgen Zalata fuhr wiederholt mit falschem oder ohne Führerschein und saß dafür mehrfach in Gefängnissen. Bei der letzten Verurteilung bekam er Sozialstunden aufgebrummt - doch statt die abzuarbeiten, will Zalata in den Knast. Zunächst durfte er nicht - jetzt hat ihn die JVA doch "eingeladen".

DORTMUND

von Von Tobias Großekemper

, 18.02.2012, 05:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Botschaft von Hans-Jürgen Zalata ist nicht mehr aktuell: Für ihn ist nun ein Zimmer frei.

Die Botschaft von Hans-Jürgen Zalata ist nicht mehr aktuell: Für ihn ist nun ein Zimmer frei.

Er lehne, so sagte er vor einer Woche unserer Zeitung, Sozialstunden ab, er wolle so wenig wie möglich mit Menschen zu tun haben. Zalata wollte lieber ins Gefängnis und widerrief von sich aus die Bewährung – erfolglos, da ein Verurteilter das juristisch gar nicht kann.Am vergangenen Samstag berichtete unsere Zeitung über den Fall, jetzt bekommt Zalata seinen Willen. Am Dienstag hatte er Post von der Strafkammer des Landgerichts im Briefkasten, die Bewährung, hieß e, sei jetzt widerrufen, da er grob fahrlässig gegen die Bewährungsauflagen verstoßen habe.

Innerhalb einer Woche sollte sich der Mann aus der Nordstadt dazu äußern. Zalata zögerte nicht lange, noch am gleichen Tag schrieb er der Strafkammer zurück, bei welcher JVA er sich wann melden solle, um seine Haftstrafe anzutreten. Jetzt wartet er auf eine Antwort. Gegenüber unserer Zeitung sagte er: „Immerhin, dann habe ich den ganzen Mist endlich hinter mir.“

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