5G-Ausbau: Dortmund hat als erste Stadt im Ruhrgebiet schnelleres Netz

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Wer bereits mit LTE surft, kann‘s mit dem richtigen Handy jetzt noch schneller: Dafür wurden im Dortmunder Stadtgebiet einige neue Antennen errichtet.

Dortmund

, 12.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Telekom hatte bereits im Sommer dieses Jahres mit einer Initiative den Ausbau des 5G-Netzes gestartet, bei dem Dortmund mit dem neuen Netz der fünften Generation (5G) ausgestattet wurde.

Das „schnellere“ Internet war bisher nur neun Städten in Deutschland vorbehalten. Das sind Berlin, Bonn, Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig und München - seit Kurzem gehört auch Dortmund dazu.

Der Unterschied zu dem bisher existierenden Netz der 5. Generation: Die Übertragungsgeschwindigkeit. Mit dem noch schnelleren Netz, können jetzt Daten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde übertragen werden, erklärt Pascal Kiel-Koslowski, Pressesprecher der Telekom.

Viele neue Antennen für Dortmund

Seit dem diesjährigen Sommer hat die Telekom über 300 neue Antennen errichtet, um Dortmund an das 5G-Netz anzuschließen. Diese werden nun um die neuen Antennen ergänzt.

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Der Ausbau des schnellen Netzes beginnt in Dortmund zunächst in der Innenstadt. Dafür wurden 24 Antennen an insgesamt acht Standorten errichtet - drei Antennen gemeinsam pro Standort.

Die Standorte, die in Dortmund an das schnelle 5G-Netz angeschlossen wurden, sind neben dem dichtbewohnten Kreuzviertel auch Barop, der Westpark, Gartenstadt, Westfalendamm Nord sowie Ruhrallee Ost. In manchen Bereichen wurden je nach Besiedelungsdichte auch zwei Standorte eingerichtet.

Der Ausbau soll im Verlauf des Jahres weitergehen, erklärt der Pressesprecher. „Wir bauen das Netz nun Stück für Stück weiter aus.“

Wie gefährlich ist das 5G-Netz?

Mit dem 5G-Ausbau meldeten sich auch 5G-Gegner zu Wort - aber wie gefährlich ist das Netz wirklich?

Die Netz-Gegner behaupten, sie wollen keine Mobilfunksender in ihrer Nähe, da die Mobilfunkstrahlen krebserregend seien - genaue Studien dazu gibt es bisher aber nicht.

Aus einem Bericht des Deutschlandfunks geht hervor, dass sich die Gegner auf eine amerikanische Studie beziehen, die angeblich nachweise, dass Krebs an männlichen Ratten zum Beispiel durch Mobilfunkstrahlen erzeugt worden seien. Auch hier gebe es demnach jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Krebs.

Grenzwerte der Bundesnetzagentur unterschritten

Für diese Mobilfunkstrahlen gibt es von Seiten der Bundesnetzagentur Grenzwerte, die von den Anbietern eingehalten werden müssen.

Die Deutsche Telekom äußert sich folgendermaßen dazu: „Bevor wir eine Antenne errichten, prüfen wir die Grenzwerte mittels Standortbescheinigungen, die uns versichern, dass die Grenzwerte eingehalten werden.“ Der Pressesprecher ergänzt außerdem: „Wir erreichen die Werte bei Weitem nicht, sondern unterschreiten sie meistens sogar deutlich.“

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