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60 Mio. Euro sollen in die Rehaklinik fließen

Rombergpark

DORTMUND Das Rehaklinik-Projekt im Rombergpark: Wie geht es weiter? Bis zum Ende des Jahres soll der Bebauungsplan stehen. Allein für die 170-Betten-Rehaklinik und das angeschlossene Wellness-Zentrum sollen 60 Mio. Euro fließen.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 15.01.2010 / Lesedauer: 3 min
60 Mio. Euro sollen in die Rehaklinik fließen

Noch alter Guts-Stall und in zwei Jahren vielleicht modernes Wellness-Zentrum hinter Glas und historischem Gemäuer - das sehen die Pläne des Architekten vor.

Im August 2009 schloss die Stadt den Kaufvertrag für das Grundstück im Rombergpark mit der Schwarzwaldklinik Bad Rippoldsau Trägergesellschaft mbH. Deren Geschäftsführer Marios Tampris will dort mit Hilfe von Geldgebern aus Israel in den nächsten zwei, drei Jahren neben einer 170-Betten-Rehaklinik auch ein Ärztehaus und ein großes Wellness-Zentrum errichten sowie danach ein 200-Zimmer-Hotel der gehobenen Kategorie samt Nobel-Restaurant unter dem Namen „Der tolle Bomberg“.

Auf Druck der Bürgerinitiative stehen die Chancen gut, dass viel vom historischen Gutshof in die Neubauten eingeht: Der alte große Stall soll sich zur Wellness-Oase mausern, die Rentei als Nobel-Restaurant aufleben, der Gewölbekeller unter dem Gutshof-Areal wird als „Enothek“ gehandelt, also zur stimmungsvollen Weinverkostung, und nun noch das Kutscherhäuschen für museale Zwecke. Im Sommer will Deterding erste konkrete Architektur-Pläne vorlegen. In der Zwischenzeit hatten sich Zweifel an der Seriösität der Investorengruppe um den Geschäftsführer gemehrt. Angesprochen auf russische Geldgeber, die hinter dem 60-Mio.-Euro-Invest stecken sollen, meinte Tampris: „Ich habe keinen Zugang zu russischen Investoren.“

Am Wochenende kehrte der 54-Jährige, dessen Trägergesellschaft Bad Rippoldsau mbH im Süddeutschen mehrere Kliniken aufkaufte, sanierte und betreibt, aus Tel Aviv zurück. Er habe dort mit israelischen Investoren verhandelt, „sehr seriösen Menschen“.  Die Gelder kämen von Banken aus dem mittleren Osten. Bauingenieur Tampris ist griechischer Abstammung und hatte nach seinem Studium in Stuttgart u. a. in Ägypten gearbeitet.

Der Kaufpreis von 3,3 Mio. Euro für die knapp drei Hektar große Entwicklungsfläche, in der Öffentlichkeit als „Spottpreis“ gescholten, landet erst dann auf dem Konto der Stadt, wenn Baurecht besteht, der Bebauungsplan durch die Gremien gegangen ist. Dies bestätigte Bodo Schneider aus dem Liegenschaftsamt.  

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