75-Meter-Turm wird am Samstag gesprengt

Kokerei Kaiserstuhl

Es ist das Ende eines Stücks Industrie-Geschichte: Am Samstag (23. 8.) wird der Kohleturm der ehemaligen Kokerei Kaiserstuhl gesprengt. Um 10.10 Uhr soll das 75 Meter hohe Gebäude in sich zusammenfallen - wenn alles klappt. Vor gut sieben Jahren war ein Schornstein nach der Sprengung in die falsche Richtung gefallen.

DORTMUND

20.08.2014, 11:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit gut einem Jahr laufen die Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Kaiserstuhl. Jetzt wird auch der alte Kohleturm gesprengt.

Seit gut einem Jahr laufen die Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Kaiserstuhl. Jetzt wird auch der alte Kohleturm gesprengt.

In den Kohleturm werden knapp 1000 Löcher gebohrt, in denen 180 Kilogramm Sprengstoff verstaut werden, um einen einwandfreien Abriss zu gewährleisten. 2007 wurden zwei alte Schlote auf dem Gelände gesprengt, einer der beiden Schornsteine fiel allerdings in die falsche Richtung. Der 165 Meter hohe Schornstein kippte auf eine alte Fabrikhalle, Menschen wurden nicht verletzt, der Sachschaden hielt sich in Grenzen, da die zerstörte Halle auch abgerissen werden sollte. 

Der Kaiserstuhl galt mit seinen 120 Koksöfen als die modernste Kokerei in Europa, als er 1992 auf dem Gelände der Westfalenhütte der Thyssen-Krupp-Stahl AG in Betrieb genommen wurde.  Acht Jahre später wurde der Betrieb wieder geschlossen, als Thyssen-Krupp Dortmund als Standort für seine Hochöfen aufgab. Der Großteil der Anlage wurde ab 2003 in 16 Monaten abgebaut, nach China transportiert und dort wieder aufgebaut. 2006 startete in der Provinz Shandong die Koksproduktion.

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