Nahverkehr

9-Euro-Ticket: Verkaufsstart in Dortmund steht fest

Das 9-Euro-Ticket rückt näher: Nun hat DSW21 mitgeteilt, ab wann der Vorverkauf losgeht - und wie Dortmunderinnen und Dortmunder die günstige Monatskarte erhalten können.
Bis Ende August wird es vergünstigte Tickets für den Nahverkehr geben. Jetzt gibt es erste Informationen dazu, wie das genau ablaufen soll. © DSW21

Der Vorverkauf des 9-Euro-Tickets in Dortmund beginnt: DSW21 will die günstige Monatskarte ab Montag, 23. Mai, im Vorverkauf anbieten. Das teilt das örtliche Nahverkehrsunternehmen nun mit. Zudem ist klar, wie Kundinnen und Kunden an das Ticket kommen können.

Es wird demnach erhältlich sein über die Ticket-App „DOtick“, die DSW21-App, in den Kundencentern von DSW 21, in den externen Vertriebsstellen sowie bei den Fahrerinnen und Fahren in den Bussen. Das Ticket kann zudem in Ticketautomaten sowie über die Website www.bus-und-bahn.de gekauft werden.

„Die Anzahl der verfügbaren 9-Euro-Tickets ist grundsätzlich nicht begrenzt“, schreibt DSW 21 in einer Pressemitteilung.

So bekommen DSW21-Abonnenten das Ticket

Wer bereits ein bestehendes DSW21-Abonnement besitzt, muss sich nach Aussage des Unternehmens „um nichts kümmern“. Im Aktionszeitraum von Anfang Juni bis Ende August wird die Bezahlung automatisch umgestellt. Es werden lediglich 9 Euro pro Monat vom Konto abgebucht. Bereits gebuchte Ergänzungen zu einem Abo wie die Mitnahme eines Fahrrads bleiben bestehen.

Das 9-Euro-Ticket gilt grundsätzlich im gesamten Nahverkehr in Deutschland. Dies umfasst Busse, Straßenbahnen, Stadt- und U-Bahnen sowie S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresse in der 2. Klasse. Ausgeschlossen sind der Fernverkehr mit ICE, IC oder EC sowie private Anbieter wie FlixTrain.

Für Nicht-Abonnenten wird das Ticket als Monatskarte ausgegeben. Es muss also jeden Monat neu gekauft werden.

Verkehrsvorstand: „Neue Fahrgäste vom ÖPNV überzeugen“

Hubert Jung, DSW 21-Verkehrsvorstand, sagt: „Grundsätzlich sehen wir das 9-Euro-Ticket als Chance, die treuen Fahrgäste für einen befristeten Zeitraum außerordentlich zu entlasten und neue Fahrgäste vom ÖPNV zu überzeugen.“ Das schließe auch die Personen ein, die wegen der Corona-Pandemie Busse und Bahnen gemieden haben.

Er übt allerdings auch Kritik an der Vorbereitung durch die Politik. „Wir hätten uns gefreut, wenn die Verkehrsbranche früher in die Überlegungen der Ampel-Koalition involviert gewesen wäre.“

Eine Prognose, wie der „Feldversuch“ von den Fahrgästen angenommen werden wird, möchte das Verkehrsunternehmen aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht abgeben.

Bundesrat muss Gesetz noch zustimmen

DSW21-Verkerhrsvorstand Hubert Jung: „Wie viele Fahrgäste wann und wo das Ticket nutzen werden, können wir nicht exakt voraussagen. Klar ist aber, dass es auch in den Bussen und Bahnen in Dortmund punktuell voller werden kann.“

Das Dortmunder Nahverkehrsunternehmen versieht seine Mitteilung mit den Begriffen „voraussichtlich“ und „vorbehaltlich“. Denn der Bundesrat muss dem Gesetz für die Einführung des Tickets am 20. Mai (Freitag) noch zustimmen. Zuletzt hatte sich Kritik an den Plänen geregt.

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