900 Dorstfelder mussten wegen Fliegerbombe Wohnungen verlassen

Fund auf DSW21-Betriebshof

Bombenfund in Dorstfeld: Auf dem DSW21-Betriebshof ist am Dienstag ein 250-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Rund 900 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Auch wurden wichtige Bahnlinien und Straßen gesperrt. Die Entschärfung war gegen 21.30 Uhr beendet.

DORSTFELD

, 08.08.2017, 13:38 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • 250-Kilo-Bombe bei Bauarbeiten auf DSW21-Betriebshof entdeckt
  • rund 900 Anwohner mussten Wohnungen verlassen
  • Evakuierungsstelle in der Turnhalle des Reinoldus-Schiller-Gymnasiums eingerichtet
  • Evakuierung begann um 17.30 Uhr, gegen 20 Uhr war sie abgeschlossen
  • Um 20:40 Uhr begann die Entschärfung, gegen 21:30 war die Bombe entschärft. 
  • Rheinische Straße und Dorstfelder Hellweg waren ab 17.30 Uhr gesperrt
  • U43 und 44 fuhren ab 17.30 Uhr ohne Halt an den Haltestellen „Betriebshof Dorstfeld“ und „Poth“ durch
  • Auch Bahnverkehr betroffen: RE1, RE6, RE11, S1, S2 und S4 wurden während Entschärfung unterbrochen, ICE-Verkehr ebenso

 

Aktualisierung 21:41 Uhr: Bombe entschärft

Gegen 20:30 meldet die Stadt: Der Blindgänger ist erfolgreich entschärft. Alle Sperrungen sind aufgehoben. 

Aktualisierung 20:41 Uhr: Entschärfung beginnt

Gegen 20:40 verlässt der letzte ICE den Hauptbahnhof, danach hat die Entschärfung der Bombe begonnen. Erfahrungsgemäß dauert sie 30 bis 45 Minuten. Daumen drücken! Während der Entschärfung werden 117 Personen in der Evakuierungsstelle von Mitarbeitern der Johanniter betreut. Neben 17 Johannitern sind insgesamt 50  Mitarbeiter von Stadt und Feuerwehr im Einsatz.  

Aktualisierung 20:00 Uhr: Evakuierung nahezu abgeschlossen

Die Evakierung war um 20 Uhr nahezu beendet, es gab nur noch Nachkontrollen zu tätigen, heißt es von der Stadt auf Twitter. Ab 20:30 Uhr soll die Entschärfung beginnen. 

Aktualisierung 19.30 Uhr: Evakuierung läuft nach Plan

"Bislang läuft die Evakuierung nach Plan", heißt es von der Stadt. Wann die Entschärfung beginnen kann, ist noch unklar. 

Aktualisierung 17.38 Uhr: Evakuierung hat begonnen

Die Evakuierung hat begonnen. Die Rheinische Straße und der Dorstfelder Hellweg sind ab sofort gesperrt. Rund 900 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen, die Stadt kontrolliert anschließend, dass die Evakuierungszone geräumt ist. In der Turnhalle des Reinoldus-Schiller-Gymnasiums, Hallerey 49, gibt es eine Evakuierungsstelle, in der die Anwohner bis zur Entschärfung der Bombe unterkommen können.

Die Stadtbahn-Linien U43 und U44 fahren laut DSW21 noch bis zum Beginn der Entschärfung weiter, halten aber nicht in der Evakuierungszone, also an den Haltestellen "Betriebshof Dorstfeld" und "Poth". Auch die Bahnstrecken des Nah- und Fernverkehrs werden erst vor der Entschärfung gesperrt.

Aktualisierung 16.51 Uhr: rund 900 Anwohner betroffen

Nun hat sich auch die Stadt erstmals etwas detaillierter zum Bombenfund geäußert: Von der Evakuierung sind rund 900 Anwohner betroffen. Darüber hinaus werden die Rheinische Straße, der Dorstfelder Hellweg, die Bahnstrecke Dortmund-Bochum und die S-Bahn-Linie 2 in Richtung Mengede gesperrt.

Die Evakuierung beginnt nach Angaben von DSW21 gegen 17.30 Uhr.

Aktualisierung, 15.50 Uhr: Evakuierung soll gegen 17.30 Uhr starten 

Wir haben frische Informationen von der DSW21 erhalten. Demnach soll die Evakuierung des Betriebshofes und der Anwohner gegen 17.30 Uhr beginnen. Laut DSW21 arbeiten zwischen 600 und 700 Mitarbeiter auf dem Betriebshof am Dorstfelder Hellweg. Wie viele Anwohner von der Evakuierung betroffen sind, ist noch unklar. 

Die Maßnahmen werden laut DSW21-Pressesprecherin Britta Heydenbluth Auswirkungen auf den Stadtbahnverkehr haben. Ab 17.30 Uhr fahren die Linien U43/U44 die Haltestellen Poth und Betriebshof nicht mehr an. Zunächst fahren die Bahnen einfach durch. Mit Beginn der Entschärfung werden die Haltestellen dann gesperrt. Das bedeutet: Die U43 endet an der Haltestelle Westentor, die U44 an der Haltestelle Heinrichstraße. "Dazwischen werden wir einen Schienenersatzverkehr einrichten", so Britta Heydenbluth.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Bombenfund in Dorstfeld

In Dorstfeld wurde am Dienstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Wir zeigen die Bilder von der Fundstelle.
08.08.2017
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Beroffen ist vermutlich auch diese ICE-Strecke der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Beroffen ist vermutlich auch diese ICE-Strecke der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Der Blindgänger liegt hinter diesem Gebüsch auf dem Betriebsgelände von DSW21.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf den Betriebshof von DSW21 in Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf den Betriebshof von DSW21 in Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Viele Mitarbeiter von DSW21 haben auf dem Gelände geparkt.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf den Betriebshof von DSW21 in Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf den DSW21-Betriebshof in Dorstfeld. Der Blindgänger liegt in der Nähe des grünen Baggers (links).© Foto: Peter Bandermann
Blick auf den DSW21-Betriebshof in Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Die grünen Röhll-LKW sind immer ein Anzeichen dafür, dass eine Bombe gefunden worden ist.© Foto: Peter Bandermann
Betroffen ist während der Entschärfung die Linie U44.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf das Gelände, auf dem der Blindgänger liegt.© Foto: Peter Bandermann
Die Bombe liegt in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen, die über den Betriebshof führen. Nicht weit davon entfernt ist auch eine Strecke der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Die Bombe liegt in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen, die über den Betriebshof führen. Nicht weit davon entfernt ist auch eine Strecke der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Die Bombe liegt in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen, die über den Betriebshof führen. Nicht weit davon entfernt ist auch eine Strecke der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Die Bombe liegt in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen, die über den Betriebshof führen. Nicht weit davon entfernt ist auch eine Strecke der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann

Auch im Bahnverkehr werden während der Bombenentschärfung mehrere Bahnlinien unterbrochen sein. Wie die Bahn mitteilt, wird die Strecke zwischen den Hauptbahnhöfen Dortmund und Bochum gesperrt werden. Betroffen sind die Linien RE1, RE6, RE11, S1, S2 und S4. Die RE-Züge werden voraussichtlich zwischen Duisburg/Essen und Dortmund über Gelsenkirchen und Herne umgeleitet.

Die Stadt sammelt aktuell noch Informationen, mit weiteren Infos rechnen wir in Kürze.

Aktualisierung, 14 Uhr: Stadt bestätigt Bombenfund 

Ein Stadtsprecher bestätigt auf Nachfrage unserer Redaktion. Weitere Informationen soll es nach einer Besprechung mit dem Kampfmittelräumdienst, der Feuerwehr und den Ordnungskräften geben.

#dobombe wird auch mit großer Wahrscheinlichkeit Einfluss auf Zugverkehr haben. Wir halten Euch auf dem Laufenden. https://t.co/t7MWSYFK4l

— DB Regio AG - NRW (@Regio_NRW)

Erste Meldung, 13.38 Uhr: Bombenfund in Dorstfeld

Wie DSW21-Pressesprecherin Britta Heydenbluth auf Nachfrage bestätigt, wurde der Blindgänger am Dienstag bei Verdachtsbohrungen entdeckt. Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll noch heute entschärft werden. Sie liegt im Eingangsbereich des DSW21-Betriebshofs am Dorstfelder Hellweg.

Über Sperrungen und Evakuierungen liegen uns bislang keine Informationen vor. Sobald wir mehr wissen, berichten wir weiter. 

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