DEW21 erhöht ab April die Strompreise in der Grundversorgung und bei weiteren Tarifen

rnDortmunder Energie und Wasser

Es hatte sich angedeutet: Strom wird teurer. Nach dem Anstieg der Gaspreise zu Jahresbeginn erhöht der Versorger Dortmunder Energie und Wasser (DEW21) ab April nun auch die Strompreise.

Dortmund

, 08.02.2019, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zehntausende Dortmunder Haushalte bekommen in den nächsten Tagen Post von DEW21, wie Sprecherin Martina Sprotte auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte. Inhalt der Schreiben: Dortmunder Energie und Wasser kündigt die Erhöhung der Strompreise an.

Kunden, die einen Grundversorgungstarif haben (das sind die meisten) müssen sich darauf einstellen, dass ihr Verbrauchspreis ab April um 0,357 Cent brutto pro Kilowattstunde auf 29,381 Cent/Kilowattstunde steigt. Gleichzeitig erhöht DEW21 den Jahresgrundpreis um 30,23 Euro brutto. Er steigt von 97,79 Euro auf 128,02 Euro. Damit ergeben sich nach Angaben von DEW21 für eine dreiköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden monatliche Mehrkosten von 3,56 Euro/brutto. Das entspreche einem Preisanstieg von rund 3,8 Prozent.

Als Begründung führt DEW21 die Verteuerung der Großhandels- bzw. Beschaffungspreise an der Strombörse ins Feld. Sie seien seit 2016 „um mehr als 50 Prozent gestiegen“. Ein weiterer Grund für die nun anstehende Strompreiserhöhung seien die Netzentgelte, die DEW21 für die Durchleitung des Stroms an die eigene Tochter und Netzbetreiber Donetz GmbH abführen muss. Auch diese Entgelte seien Anfang 2019 erheblich gestiegen.

Nachdem es drei Jahre gelungen sei, die Tarife in der Grundversorgung stabil zu halten, sehe sich nun auch DEW21 gezwungen, die Preise anzupassen, so Sprecherin Martina Sprotte. „Ein Schritt, den viele Versorger bereits Anfang Januar vollzogen haben. Wir warten damit bis April.“

Auch Kunden mit Sondertarifen betroffen

Vom Preisanstieg sind aber nicht nur Kunden mit einem Grundversorgungstarif betroffen: DEW21 will auch bei einigen Sondertarifen teilweise eine Schippe drauflegen. Dabei handelt es sich um individuelle und vom Stromkunden selbst zusammengestellte Wahlleistungen wie beispielsweise den Bezug von Ökostrom oder Rechnungen, die quartalsweise ausgestellt werden. Abhängig vom jeweiligen Sondertarif, beläuft sich der Preisanstieg für Kunden mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden auf 2,4 bis 3 Prozent, so DEW21.

DEW21 hat als örtlicher Versorger auf weit mehr als die Hälfte des Strompreises keinen Einfluss. Vater Staat kassiert über Steuern, Umlagen und Abgaben kräftig mit. Während beispielsweise die EEG-Umlage für erneuerbare Energien zuletzt gesunken ist, gab es bei der Offshore-Umlage für den Anschluss von Windparks an das Stromnetz wieder einen Anstieg zu verzeichnen. Alle diese Faktoren schlagen sich im Strompreis nieder.

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