Verkehrsregeln

„Ab sofort wird es deutlich teurer“ – neue Straßenverkehrsordnung gilt bald

Vor allem notorische Falschparker müssen künftig aufpassen, sonst ist der „Lappen“ weg. Die Stadt Dortmund begrüßt die neue Straßenverkehrsordnung. Profitieren sollen Radfahrer.
Besonders Radfahrer und Fußgänger in Dortmund werden bald vom StVO geschützt. © Dieter Menne (Archiv)

Für Temposünder und Falschparker in Dortmund wird es demnächst teurer. Denn ab Dienstag (9.11.) tritt eine neue Version der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft.

In einer Pressemitteilung informiert die Stadt Dortmund über die Änderungen und Verschärfungen, die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer erwarten. Vor allem Verwarn- und Bußgelder werden zum Teil erheblich erhöht.

Radfahrer und Fußgänger werden mehr geschützt

Wer innerorts 21 km/h schneller als die zulässige Geschwindigkeit unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 115 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister – „in Flensburg“ – rechnen. Außerorts kostet der Verstoß 100 Euro.

Die Novelle der StVO kommt vorwiegend nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern zugute: So sollen besondere Fahrradzonen eingerichtet werden können und Autofahrerinnen oder Autofahrer, die auf einem Radweg oder -schutzstreifen halten respektive parken, müssen mindestens 55 Euro bezahlen.

Parken auf Gehwegen kostet zukünftig mindestens 55 Euro – behindert das Falschparken Fußgänger, geht es bei 70 Euro los. Obendrauf gibt es einen Punkt in der „Verkehrssünderkartei“ in Flensburg. Falschparker auf Carsharing-, E-Fahrzeug- und Schwerbehindertenparkplätzen werden ebenso mit mindestens 55 Euro belangt. Parken ohne Parkschein wird mit 20 Euro geahndet.

Ordnungsamt: Straßenverkehr verroht und wird egoistischer

Das städtische Ordnungsamt wertet die Novelle der StVO als „Signal des Gesetzgebers“, um die „schwächeren Verkehrsteilnehmenden weiter zu stärken“. Denn im Straßenverkehr würden die Sitten immer mehr verrohen, der Egoismus werde größer, heißt es in der städtischen Pressemitteilung. Die Novelle würde dem Einhalt gebieten.

Mit der aktualisierten Straßenverkehrsordnung könne man das „allgegenwärtige Gehwegparken“ angemessener und nachhaltiger kontrollieren und sanktionieren. Der Radverkehr profitiere ebenfalls davon.

Das Ordnungsamt plant allerdings aktuell keine Schwerpunktkontrollen, heißt es. In der Pressemitteilung gibt es aber den Appell, die neuen bundesweiten Regelungen im ruhenden wie fließenden Verkehr genau zu beachten. Denn „ab sofort wird es deutlich teurer“.

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