Abriss des Ostwall-Gebäudes ist wohl alternativlos

Ehemaliges Museum

Wird eines der ältesten Gebäude Dortmunds bald dem Erdboden gleich gemacht? Vier der fünf potentiellen Investoren für das Gebäude des ehemaligen Museums am Ostwall sind jetzt abgesprungen - die Pläne des letzten verbliebenen Interessenten sind bekannt.

DORTMUND

, 13.03.2014, 11:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abriss des Ostwall-Gebäudes ist wohl alternativlos

Das Gebäude ehemaligen Museums wurde in den 1870er-Jahren erbaut.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau gab bekannt, dass die Gruppe der Bewerber auf einen Interessenten zusammengeschrumpft ist. Das Konzept dieses Investors sehe den Abriss des Gebäudes vor. Damit ist so gut wie sicher, dass damit das nach den Kirchen älteste Bauwerk der Innenstadt nicht erhalten bleibt. In den 1870er-Jahren wurde es erbaut.

Wie berichtet hatten sich unter anderem zehn international tätige Architekten dafür starkgemacht, das Haus nicht abzureißen. Die Initiative "Rettet das Dortmunder Museumsgebäude am Ostwall" hatte angekündigt, Sierau 8000 Unterschriften von Menschen zu überreichen, die für den Erhalt des Bauwerks stimmen. Diese Unterschriften sind für den Rat der Stadt kein zwingender Grund, seine Entscheidung vom Mai 2013 zum Verkauf des Gebäudes zu überdenken. Die Frist für ein Bürgerbegehren, das einen neuen Ratsbeschluss erforderlich macht, ist schon lange abgelaufen.

Daher müsse "schon ein Wunder geschehen, damit der Rat am 10. April sich gegen das Angebot des verbleibenden Investors entscheidet", sagte am Mittwoch Stadtsprecher Udo Bullerdieck. Die Entscheidung wird dann im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung fallen. Zuvor muss der Kulturausschuss am 25. März über die Beschlussvorlage beraten, doch auch für die Mitglieder dieses Gremiums gibt es voraussichtlich keine Möglichkeit, der Vorlage nicht zuzustimmen.

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