Ärzte erzielen Durchbruch mit neuer Schlaganfall-Therapie

Klinikum Dortmund

Jahr für Jahr bekommen 2500 Dortmunder einen Schlaganfall. Viele von ihnen verlassen das Krankenhaus als Pflegefall - oder sie sterben. Ärzte am Klinikum können mit einer neuen Operationsmethode die Folgen deutlich reduzieren oder sogar das Leben ihrer Patienten retten.

DORTMUND

11.10.2011, 07:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beim Schlaganfall blockiert oder vermindert ein aus Fett und Kalk bestehendes weiches Gerinnsel den Blutfluss ins Gehirn. Oft sind Herz-Rhythmus-Störungen eine Ursache dafür. Die Todesgefahr oder das Risiko, eine Behinderung davon zu tragen, ist groß.
Die Symptome erscheinen schlagartig: Bei Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen (Mund schief) oder Kribbeln in Armen, Beinen oder an Händen und Füßen, bei Sprachstörungen sollten Betroffene oder Angehörige sofort einen Arzt verständigen.
Jährlich erleiden 2500 Dortmunder einen Schlaganfall. Das Klinikum behandelt bis zu 1500 davon. Trotz aller bisherigen Bemühungen bleiben bei etwa der Hälfte der Patienten Behinderungen.
Der Anteil junger Patienten steigt. Risikofaktoren sind Fett und Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen und Diabetes. Alles, was die Gesundheit des Herzens beeinträchtigt, gefährdet auch den Kopf.

Das „Schlaganfall-Netzwerk Ruhrgebiet“ sammelt Patienten-Daten, um diese Methode abzusichern. Vor allem die Krankenkassen müssen überzeugt werden. Aus Kostengründen. Der Leiter der Schlaganfall-Station („Stroke-Unit“) im Klinikum, Gernot Rudel, und dessen Kollege, der Neuro-Radiologe Dr. Alexander Ranft, sind bereits überzeugt. Denn die von ihnen behandelten Schlaganfall-Patienten konnten das Klinikum deutlich besser geheilt entlassen als andere Patienten oder sogar überleben.

Beide gehen davon aus, dass sich diese OP durchsetzen wird. Ihr größter Gegner ist dabei nicht nur das Gerinnsel, sondern die Zeit – und die wiederum gibt der Patient vor. Denn viele Schlaganfall-Betroffene erkennen die ersten Anzeichen wie Seh- oder Sprachstörungen, Lähmungen und Kribbeln, reagieren aber nicht sofort – und legen sich abends nach dem Motto „Das wird schon wieder“ ins Bett. Gehen sie erst am nächsten Morgen zum Arzt, ist wertvolle Zeit verstrichen. Bei der „Lyse“ durften nicht mehr als drei Stunden vergehen – bei der Thrombektomie sind es immerhin sechs Stunden. Nicht ohne Grund steht auf den Einsatzfahrzeugen des Rettungsdienstes der Satz „Der Schlaganfall ist ein Notfall.“

Beim Schlaganfall blockiert oder vermindert ein aus Fett und Kalk bestehendes weiches Gerinnsel den Blutfluss ins Gehirn. Oft sind Herz-Rhythmus-Störungen eine Ursache dafür. Die Todesgefahr oder das Risiko, eine Behinderung davon zu tragen, ist groß.
Die Symptome erscheinen schlagartig: Bei Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen (Mund schief) oder Kribbeln in Armen, Beinen oder an Händen und Füßen, bei Sprachstörungen sollten Betroffene oder Angehörige sofort einen Arzt verständigen.
Jährlich erleiden 2500 Dortmunder einen Schlaganfall. Das Klinikum behandelt bis zu 1500 davon. Trotz aller bisherigen Bemühungen bleiben bei etwa der Hälfte der Patienten Behinderungen.
Der Anteil junger Patienten steigt. Risikofaktoren sind Fett und Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen und Diabetes. Alles, was die Gesundheit des Herzens beeinträchtigt, gefährdet auch den Kopf.

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