Flughafen-Mitarbeiter in Angst - Grüne sehen eine andere Gefahr

Flughafen Dortmund

Beschäftige des Dortmunder Flughafens sind empört, dass bereits die Zeit nach dem Dortmunder Flughafen geplant wird. Die Grünen verteidigen ein vom Stadtrat in Auftrag gegebenes Gutachten.

Dortmund

, 15.02.2021, 14:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Billigflieger von Wizz Air dominieren das Bild am Dortmunder Flughafen. Die Grünen sehen diese Abhängigkeit von einer Fluglinie kritisch.

Die Billigflieger von Wizz Air dominieren das Bild am Dortmunder Flughafen. Die Grünen sehen diese Abhängigkeit von einer Fluglinie kritisch. © dpa

Mit einer Pressemitteilung versuchen die Grünen, die Sorgen der über 400 Flughafen-Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze zu entkräften. „Die Ängste am Dortmunder Flughafen haben wir wahrgenommen. Wir haben kein Gutachten zur Schließung des Flughafens in Auftrag gegeben“, erklärt Ingrid Reuter, die Fraktionssprecherin der Grünen im Stadtrat.

Vielmehr gehe es darum, sich auf Nachfolgeszenarien vorzubereiten, sollte der Flughafen das von der Europäischen Union eingeforderte, ausgeglichene Betriebsergebnis nicht erreichen.

„In dem Fall wäre die Zukunft des Flughafens – und damit auch die Zukunft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – völlig ungewiss“, so Ingrid Reuter.

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Weiter sagt sie: „Und die Gefahr, dass der Flughafen bis Ende 2023 keine schwarze Null schreibt, ist durch Corona noch gestiegen. Die Bundesregierung zeigt bislang keine Bereitschaft, Dortmund bei den geplanten Unterstützungsgeldern für Flughäfen zu berücksichtigen.“

Grüne sehen Abhängigkeit von Wizz Air skeptisch

Auch die Abhängigkeit von Wizz Air, einer Fluglinie, die wenig von Gewerkschaften halte, stimme die Grünen eher skeptisch.

Ingrid Reuter von den Grünen will schon jetzt über Szenarien nach einer Schließung des Flughafens in Dortmund nachdenken.

Ingrid Reuter von den Grünen will schon jetzt über Szenarien nach einer Schließung des Flughafens nachdenken. „In der jetzt von uns beauftragten Machbarkeitsstudie ist die Schaffung zukunftssicherer und nicht prekärer Arbeitsplätze eine klar benannte Prämisse“, sagt sie. © Grüne

Das sei ein ein Schlag ins Gesicht der Personalvertretung gewesen, nicht aber die mit CDU und der Fraktion Linke+ beschlossene Machbarkeitsstudie, die Nachfolgeszenarien für den Flughafen aufzeigen solle. Es gehe um die Schaffung zukunftssicherer und nicht prekärer Arbeitsplätze.

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