Gemeinsam gegen Corona: Blumenpracht als Antwort auf Regenbogen-Plakat

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Die Kinder und Erzieherinnen der Kita „Emscherwichtel“ in Mengede haben ein Mitmach-Regenbogen-Plakat gemalt. Mit der Antwort der Eltern hätten sie aber nicht gerechnet.

Mengede

, 21.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie alle Kitas herrscht auch in der Kita „Emscherwichtel“ in Mengede seit Beginn der Corona-Krise Ausnahmezustand. Die meisten Kita-Kinder müssen zu Hause bleiben. Nur diejenigen, die es wegen der systemrelevanten Berufe ihrer Eltern dürfen, kommen weiterhin in den Kindergarten an der Straße „Wiedenhof“.

Trotzdem versorgen Leiterin Petra Kern und ihre Kolleginnen auch die Kinder zu Hause regelmäßig mit kleinen Aufgaben, beispielsweise Bastelanleitungen. Am Donnerstag (16.4.) gab es dann allerdings eine ganz besondere Aufgabe.

Die Kinder und Erzieherinnen der Notbetreuung hatten ein großes Regenbogen-Plakat mitsamt dem Igel Oskar gemalt und an der Straße „Burgring“ aufgehängt. Die Aufgabe: Alle Kinder und Eltern, egal ob in der Notbetreuung oder zu Hause, sollten vorbeigehen und unterschreiben.

Eltern antworten mit besonderer Aktion

„Sie sollten einen kleinen Spaziergang machen und ihre Unterschrift auf dem Laken hinterlassen“, erklärt Petra Kern. Innerhalb kürzester Zeit sei das Laken daraufhin voll beschrieben gewesen. Und damit nicht genug.

„Ab Freitag hingen Blumen und Briefe an unserem Zaun am Kita-Eingang und es wurden immer mehr“, erzählt Petra Kern. Eine Aktion der Eltern, die gemeinsam mit den Kindern Blumentöpfe bemalt, bepflanzt und mit kleinen Notizen versehen hatten.

„Darauf stand, dass sie an uns denken und uns vermissen. Das hat uns sehr beeindruckt – bis hin zu Freudentränen“, sagt Petra Kern. „Und die Eltern, die in der Nähe wohnen, kümmern sich sogar am Wochenende ums Gießen.“

Das große Regenbogen-Plakat hängt an der Straße "Burgring" in Mengede.

© Kita

Für sie und ihre Kolleginnen sei es ein Zeichen des Zusammenhalts in einer Zeit, in der man sich nicht sehen darf. Die Blumentöpfe hängen direkt an der Kita, wo sie geschützt sind. Aber auch das Regenbogen-Plakat sei bislang unversehrt.

„Ich finde es schön, dass die Eltern und so wertschätzen und alle anderen Menschen die Aktion einfach mal geschehen lassen ohne etwas kaputt zu machen“, sagt Petra Kern. „Die Eltern wollten uns einfach einmal eine Freude machen und das ist wirklich toll in diesen Zeiten. Dafür möchten wir Danke sagen.“

Ausflüge und Feste fallen aus

Schließlich sei es für viele Eltern gerade nicht leicht, Kinderbetreuung und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Sich dennoch Zeit für so eine Aktion zu nehmen, rechnen die Erzieherinnen ihnen hoch an.

„Zumal ja auch alle Aktionen drumherum entfallen, die wir sonst mit Kindern und Eltern gemeinsam gemacht haben“, erklärt Petra Kern. Viele Feste seien schon abgesagt worden, bei der Verabschiedung der baldigen Schulkinder stehe noch in den Sternen, wie diese ablaufen wird.

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