Klima und Corona: 60 Aktivisten sind am Freitag durch die City gezogen

Fridays for Future

Vierte Aktion in der Corona-Krise: Die Aktivisten von Fridays-for-Future sind am 17. Juli (Freitag) durch die City gezogen – und haben schon an die Zeit nach der Pandemie gedacht.

Dortmund, Mitte

von Julien März

, 17.07.2020, 16:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rund 60 Klima-Aktivisten sind am Freitag (17.7.) durch die Dortmunder City gezogen.

Rund 60 Klima-Aktivisten sind am Freitag (17.7.) durch die Dortmunder City gezogen. © Julien März

Die Demonstranten von Fridays for Future sind am Freitag (17.7.) durch die Dortmunder City gezogen. Sichtbar und laut kamen rund 60 Menschen gegen 14.50 Uhr an der Thier-Galerie in der Dortmunder Innenstadt vorbei. Ihre Forderung: Eine klimagerechte Krisenpolitik.

Die Corona-Pandemie zeige, dass es durchaus möglich sei, schnell auf Krisen schnell zu reagieren. Sie forderten, nach der Corona-Krise nicht zum Status Quo zurückzukehren.

Bei der vierten Aktion in Dortmund seit Anfang Juni trugen fast alle Beteiligten Masken und wiesen mit selbst gestalteten Bannern und Plakaten auf ihr Anliegen hin. Dazu ertönten immer wieder laute Sprechchöre.

Klima und Corona: 60 Aktivisten sind am Freitag durch die City gezogen

© Julien März

„In Form der Demonstration weist Fridays for Future auf die ungererechte Verteilung von Krisenmitteln insbesondere in Hinblick auf soziale ökologische Aspekte hin“, hieß es in der Demoankündigung.

Flugbranche sei eine der Hauptbaustellen

Vor allem die Flugbranche, die zu den klimaschädlichsten Branchen überhaupt gehöre, ist den Demonstranten ein Dorn im Auge. Sie kritisieren die Rettung der Lufthansa in Frankreich ohne jegliche Klimaauflagen.

„Es kann doch einfach nicht sein, dass wir uns in einer Krise befinden, unendlich große Summen an Finanzmittel bereitgestellt werden, und nur das wenigste eine nachhaltige Zukunft als Ziel hat“, fasst Aktivistin Luna in der Ankündigung zusammen.

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„Ich war auf der Demo, weil ich davon überzeugt bin, dass trotz Corona jetzt gehandelt werden muss und es das wichtigste Thema sein sollte alle Lebewesen dieser Erde und die Erde selbst zu schützen“, erklärt Maria El Hilali, die mit ihrer Freundin Delia Danzler bei der Demonstration gewesen ist.

„Den Menschen die Augen öffnen“

Delia Danzler ist der Meinung, gerade jetzt müsste man sich für den Klimaschutz engagieren, „um den Menschen die Augen zu öffnen und um ihnen zu zeigen, dass dieses Thema noch sehr aktuell ist“.

Maria und ihre Freundin Delia Danzler waren schon oft auf Fridays for Future Demos dabei. Sie halten es für wichtig, dass auch ältere Menschen sich mehr engagieren sollten. Denn es betreffe auch sie, aber auch ihre Kinder und Enkelkinder, findet Delia Danzler.

Zum Abschluss findet Maria El Hilali noch deutlichere Worte: „Es sollte viel weniger auf Wirtschaft und viel mehr auf Menschlichkeit geachtet werden“.

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