Der Ostwall gleicht aktuell einem Baustellen-Hinderniskurs. Doch bald sollen alle Warnbarken und Baugruben in Dortmunds Innenstadt verschwinden. © Christian Gerstenberger
Ende des Baustellen-Chaos

Alle Baustellen in Dortmunds City verschwinden bald auf einen Schlag

Zahlreiche Baustellen machen derzeit den Gang oder die Fahrt durch Dortmunds östliche City zur Qual. Doch bald verschwindet das Baustellen-Chaos auf einen Schlag – aber nicht endgültig.

Egal ob am Ost- oder am Schwanenwall, an der Betenstraße oder an der Viktoriastraße – gefühlt an jeder zweiten Ecke in der östlichen Hälfte von Dortmunds City gibt es derzeit Baustellen und Absperrungen.

Doch bald können Dortmunds Verkehrsteilnehmer (ganz gleich, ob sie zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto unterwegs sind) durchatmen: Mitte November wird das gute Dutzend an nervigen Bau-Gruben und -Baken aus dem Straßenbild der City verschwinden.

„Weihnachtsfrieden“: Baustopp an allen Baustellen

Möglich macht das der sogenannte „Weihnachtsfrieden“. Jedes Jahr pünktlich zur Vorweihnachtszeit beendet die Stadt alle Baustellen, die sie in der Innenstadt und an großen Haupt- und Zufahrtsstraßen hat. Der Dortmunder Weihnachtsmarkt und das wichtige Vorweihnachtsgeschäft in der City sollen nicht gestört werden. Auch städtische Unternehmenstöchter wie DEW21 machen mit.

Viele aktuelle Baustellen im Zentrum wurden deswegen so geplant, dass sie bis spätestens Mitte November fertig sind. Das gilt beispielsweise für die ersten Bauabschnitte des Radwalls auf beiden Seiten des Ostwalls oder die Verlegung der Fernwärmeleitungen am Schwanenwall.

Dort, wo die Arbeiten noch weitergehen müssen, werden die Baustellen Mitte November unterbrochen – unter anderem beim Radwall auf der Innenseite des Schwanenwalls, der zuletzt Schlagzeilen gemacht hat, weil dort das Fundament eines 700 Jahre alten Wachturms gefunden worden war.

Damit die Arbeiten am neuen Super-Radweg am Schwanenwall immerhin noch bis zum „Weihnachtsfrieden“ weitergehen konnten, wurden die dortigen archäologischen Überreste bereits mit mehreren Schichten aus Sand, Vlies und teilweise einem Spezial-Flüssigboden versiegelt – sie sollen später in einer noch zu findenden Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die große DEW21-Baustelle an der Ecke Beten-/ Viktoriastraße wird unterbrochen und verschwindet über die Weihnachtszeit. © Christian Gerstenberger © Christian Gerstenberger

Auch abseits dieses besonderen Falls werden weitere Baugruben in der City zugeschüttet, wenn auch weit weniger aufwändig. Das gilt etwa für die große DEW21-Baustelle vor der Zentrale der Dortmunder Volksbank an der Ecke Beten-/ Viktoriastraße.

Mitte Januar tauchen Baustellen wieder auf

Der „Weihnachtsfrieden“ hält bis zum 10. Januar 2022. Danach will die Stadt die Bauarbeiten an den unterbrochenen Baustellen wieder aufnehmen und neue Bauvorhaben anstoßen.

Auch am Wall werden dann wieder Baustellen auftauchen. Bis zum Sommer 2022 soll dort der Radwall fertiggestellt werden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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Thomas Thiel