Alle zusammen anpacken: 72 Stunden tun Jugendliche in Dortmund Gutes - auch in Aplerbeck

rn72 Stunden-Aktion

Es wird geputzt, gegraben und geholfen, wo es nur geht. Der Bund der Katholischen Jugend gibt richtig Gas und engagiert sich dort, wo Hilfe gebraucht wird - so auch in der Kita-St. Ewaldi.

Aplerbeck

, 24.05.2019, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tom (12) und Marlon (13) sind an diesem Tag für das Catering zuständig. Die beiden Pfadfinder der St.-Ewaldi-Gemeinde nehmen mit 30 anderen Kindern und Jugendlichen an der 72-Stunden-Aktion der Deutschen Katholischen Jugend teil. Bedeutet: Drei Tage stellen sich alle in den Dienst der guten Sache und helfen bei Projekten oder einfach jenen Bürgern, die Hilfe benötigen.

Alle zusammen anpacken: 72 Stunden tun Jugendliche in Dortmund Gutes - auch in Aplerbeck

Tom (l.) und Marlon waren für das Catering zuständig. © Jörg Bauerfeld

Um dabei sein zu können, haben Tom und Marlon einen Tag schulfrei bekommen, wie einige andere auch - für ihr soziales Engagement. Denn der Startschuss zur diesjährigen 72-Stunden-Aktion fiel schon am Donnerstagabend (23.5.). Freitagmorgen ging es dann mit weiteren Pfadfindern und Messdienern aus St. Ewaldi in das Katholische Familienzentrum.

Das Kitaprojekt wurde schon im Vorfeld ausgesucht

„Das ist ein Projekt, das wir uns schon im Vorfeld ausgesucht haben“, sagt Lydia Miele. Sie ist Leiterin der Pfadinder der DPSG in der Gemeinde St. Ewaldi. „Wir bieten zusammen mit den Ministranten 72 Stunden gute Taten an“. Los ging‘s im Familienzentrum und Kindergarten St. Ewaldi. Hier stand eine Pflanz- und Bauaktion auf dem Programm. „Wir haben schon im Vorfeld in der Gemeinde abgefragt, wer eine gute Tat benötigt, und da hat sich der Kindergarten gemeldet“, sagt Lydia Miele.

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Gäste aus Politik und Verwaltung schauten sich die Arbeit der Pfadfinder und Messdiener an. © Jörg Bauerfeld

So konnten die Beteiligten schon Obststräucher und Bäume besorgen, die nun ihren neuen Platz rund um das „Märchendorf“ auf dem Kindergartengelände bekommen sollten. Mit Spaten und Schüppen ging es dem Boden an den Kragen, Löcher wurden ausgehoben und die Bäume und Sträucher gepflanzt. Eine andere Gruppe hatte die Aufgabe, aus alten Paletten eine Sitzecke zu bauen. „Das hatten sich unsere Kinder so gewünscht“, sagt Anja Schneider, Leiterin des Familienzentrums. Ein Tisch mit kleinen Hockern wird es auch geben.

INFOS ZUR AKTIONIn St. Ewaldi nahmen 30 Jugendliche teil

  • Die diesjährige 72- Stunden-Aktion in Dortmund steht unter dem Motto „Dich schickt der Himmel“.
  • Alle zusammen anpacken: 72 Stunden tun Jugendliche in Dortmund Gutes - auch in Aplerbeck

    Jede Gruppe hatte eine Aufgabe. Das wurde genau festgehalten. © Jörg Bauerfeld

  • In Dortmund nehmen 15 Gruppen an der Aktion teil: Messdiener, Pfadfinder oder Jugendverbände.
  • Insgesamt werden in Dortmund knapp 400 Jugendliche im Projektzeitraum aktiv sein.
  • Die 72-Stunden-Aktion ist eine Aktion der Deutschen Katholischen Jugend

Dass die 72-Stunden-Aktion auch durchaus in der Stadt einen gewissen Stellenwert hat, zeigt die Tatsache, dass Vertreter aus Verwaltung, verschiedenen Vereinen und der Politik mit einem Bus verschiedene Stationen anfahren und sich anschauen, mit welchem Feuereifer die Kinder und Jugendlichen bei der Sache sind.

Aktion geht über volle drei Tage

Und wer kräftig anpackt, hat auch kräftig Hunger - aber dafür sind ja Tom und Marlon mit dabei. „Es macht einfach Spaß, Menschen zu helfen. Schule ist ja jeden Tag, solche Aktionen nicht“, sagt Tom, der die Albrecht-Dürer-Realschule besucht. „Manchmal sind auch die kleinen Sachen. So haben wir heute Morgen einem Obdachlosen einen Kaffee spendiert“, sagt Marlon.

Alle zusammen anpacken: 72 Stunden tun Jugendliche in Dortmund Gutes - auch in Aplerbeck

Es wurde gezimmert und gepflanzt. © Jörg Bauerfeld

Bis zum Sonntag (26.5.) läuft die Aktion noch; und die Messdiener und Pfadfinder sind nicht die einzigen, die im Dortmunder Süden mit anpacken. Auch in Berghofen und in Sölde sind sie tätig. Drei Tage lang gute Taten.

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