Als Aki Schmidt auf Branco Zebec traf

rnDortmunder WM-Geschichten

Oft trifft man sich ja zwei Mal im Leben: Als Aki Schmidt bei der WM 1958 in Schweden auf einen gewissen Branco Zebec traf, hat er nicht gedacht, dass er den jugoslawischen Gegenspieler mal als BVB-Trainer an der Strobelallee wiedersehen würde.

Dortmund

, 17.06.2018, 04:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Deutschland spielte 1958 in Schweden in der Gruppe 1 gegen Argentinien, die Tschechoslowakei und Nordirland. Gleich im ersten Match gegen Argentinien setzte der deutsche Bundestrainer Sepp Herberger Aki Schmidt vom BVB als Halbstürmer ein. Neben ihm feierte Uwe Seeler seine WM-Premiere. Die DFB-Elf siegte verdient 3:1.

Branco Zebec trumpfte groß auf

Jugoslawien war später im Viertelfinale der erwartet schwere Prüfstein. Aki Schmidt kann hiervon ein Liedchen singen. Ein gewisser Branco Zebec trumpfte in diesem Spiel groß auf. Aki Schmidt und auch sonst niemand ahnte damals, dass der Jugoslawe mal BVB-Trainer werden würde. 1981/82 war das – zuvor hatte Zebec 1979 den HSV zur Deutschen Meisterschaft geführt.

Als Aki Schmidt auf Branco Zebec traf

Aber zurück zur WM `58 und dem Spiel gegen Jugoslawien: Bereits in der zwölften Minute erzielte Helmut Rahn den Siegtreffer. Was dann über 78 Minuten folgte, war eine reine Abwehrschlacht.

25 Länderspiele und neun Tore

Das Halbfinale gegen Schweden ist unvergessen. Schmidt spielte nicht. Hans Cieslarczyk war für ihn dabei. Er wechselte nach der WM zum BVB, konnte hier aber nie richtig Fuß fassen.

Schweden, bei der Heim-WM frenetisch angefeuert, gewann mit 3:1. Der große WM-Traum war für Aki Schmidt und das deutsche Team ausgeträumt.

Für Aki Schmidt, den Jungen aus Berghofen, war die WM-Teilnahme 1958 der Höhepunkt seiner Nationalmannschaftskarriere.

Er absolvierte 25 Länderspiele und erzielte neun Tore. Und er war sogar der erste Dortmunder, der auch Kapitän der Nationalelf wurde. Mit 81 Jahren starb die BVB-Legende am 11. November 2016.

Lesen Sie jetzt