Dortmunder Brüder brachen rund 40 Mal in Altenheimen ein - Geständnis vor Gericht

Landgericht Essen

Zwei Brüder aus Dortmund sind rund 40 Mal in Altenheime in mehreren Bundesländern eingebrochen. Vor Gericht haben sie ein geständnis abgelegt. Zum Teil waren sie auch als Besucher getarnt.

Essen

, 14.05.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die angeklagten Brüder neben ihren Verteidigern.

Die angeklagten Brüder neben ihren Verteidigern. © Jörn Hartwich

Zwei Brüdern aus Dortmund wird eine Serie von Altenheim-Einbrüchen vorgeworfen. Seit Montag müssen sie sich in Essen vor Gericht verantworten. Der Dortmunder Hauptprozess kommt erst noch.

Sie gaben sich als Besucher aus, doch ihre Absichten waren kriminell und gemein: Zwei Altenheim-Einbrecher aus Dortmund müssen sich seit Montag in Essen vor Gericht verantworten.

Die Polizei hatte die 45 und 48 Jahre alten Männer im März festgenommen. Monatelang war zuvor ermittelt worden – in NRW, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hessen. Die beiden Angeklagten sollen für rund 40 Taten verantwortlich sein. Die Beute: Schmuck und Bargeld.

Geständnisse zum Prozessauftakt

Vor dem Essener Landgericht geht es um vier Diebestähle, zwei davon in Essen. In beiden Fällen sollen die Brüder bei ihrer Flucht auch Reizgas eingesetzt haben, um Mitarbeiter der Altenheime außer Gefecht zu setzen.

Zum Prozessauftakt haben beide Geständnisse abgelegt. Hintergrund der atemberaubenden Serie soll die Drogensucht der Angeklagten sein. Dabei geht es vor allem um Kokain. Und die angeblich katastrophale Kindheit.

Hauptprozess vor Dortmunder Landgericht

„Ich bin von meinem Vater extrem geschlagen worden“, hieß es in einer Erklärung des Älteren. Um abschalten zu können, habe er schon mit 15 Alkohol und Drogen konsumiert. „Später habe ich nur noch an den nächsten Kick gedacht.“ Das erforderliche Geld habe er sich durch Einbrüche besorgt.

Der Prozess in Essen ist allerdings nur der Auftakt. Der große Hauptprozess soll im Herbst vor dem Dortmunder Landgericht beginnen.

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