Alter SPD-Ortsverein Eving-Lindenhorst existiert gar nicht mehr

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Weil sich der alte SPD-Ortsverein Eving-Lindenhorst nicht neu konstituiert hat, gibt es ihn offiziell gar nicht mehr: Der Streit nach der Spaltung eines Evinger Ortsvereins geht weiter.

Eving

, 30.11.2019, 10:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Streit in der SPD Eving, der die Spaltung des Ortsvereins Eving-Lindenhorst nach sich gezogen hat, ist noch längst nicht beendet. Wie berichtet, hat sich der Ortsverein auch aufgrund von persönlichen Differenzen gespalten. Nun liegt der Redaktion ein Schreiben vom SPD-Stadtbezirksvorsitzenden Uli Dettmann an den früheren Ortsvereins-Vorsitzenden Uwe Unterkötter vor.

Einzelmitglieder ohne Anbindung an einen Ortsverein

Tenor: Es gibt den alten Ortsverein Eving-Lindenhorst gar nicht mehr, von dem sich der neue Ortsverein Lindenhorst abgespalten hat. Dettmann schreibt weiter: „Alle Mitglieder die sich diesem <alten> Ortsverein zugeordnet haben, sind derzeit formal Einzelmitglieder ohne Anbindung an einen Ortsverein.“ Der ehemalige Ortsverein möge nun in Absprache mit dem Unterbezirk einen neuen Termin für die Konstituierung eines neuen Ortsvereins finden.

„Ortsverein hat die Maske fallen gelassen“

Unterdessen äußert sich auch der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Eving zum Thema: „Jetzt hat der neu gegründete SPD Ortsverein Lindenhorst endgültig seine Maske fallen gelassen und sich als reiner Wahlverein für Genossinnen und Genossen entpuppt, die scharf auf ein Mandat sind.“

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Am 26. November sei eine Liste nach Gutsherrenart aufgestellt und zur Abstimmung gebracht worden. „Und siehe da“, so Räther weiter, „die ersten beiden Listenplätze nehmen Kandidatinnen und Kandidaten des kleinsten SPD Ortsvereins, nämlich Lindenhorst, ein.“ Kandidatinnen und Kandidaten des bisherigen Ortsverein Eving-Lindenhorst landeten laut Räther abgeschlagen auf den hinteren Listenplätzen. Hier sei offensichtlich geworden, dass die Teilung des Ortsvereins Eving-Lindenhorst nur dazu diente, unbequeme Genossinnen und Genossen mit eigener Meinung nicht mehr zu berücksichtigen.

„Völlig unbekannte Kandidatin“

Darüber hinaus sei auf Vorschlag des neuen Ortsvereins eine Kandidatin für den Ratswahlkreis aufgestellt worden, die bisher in Eving völlig unbekannt sei und die bisherige Ratsvertreterin ablösen soll.

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Dies alles tragt nicht dazu bei, die Zusammenarbeit der SPD im Stadtbezirk Eving zu stärken. Räther: Mir tun die Mitglieder des Ortsvereins Lindenhorst leid, die gute und ehrlich politische Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger in Lindenhorst leisten wollen, aber den Versprechungen der Ortsvereinsführung aufgesessen sind. Ich wünsche mir, dass die anhängigen Schiedsverfahren so bald wie möglich Klarheit in die Angelegenheiten bringen und sich die Evinger SPD wieder den Bürgerinnen und Bürgern von Eving zuwenden kann, anstatt nur auf sich selbst zu schauen.“

Der SPD-Stadtbezirksvorsitzende Uli Dettmann will sich nicht öffentlich zum Thema äußern.

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