Am 12. April läuten um Punkt 16.15 Uhr in ganz Aplerbeck die Glocken

Tag des Friedens

Der Tag des Friedens ist inzwischen für viele Aplerbecker ein festes Datum. Am 12. April 1945 wurde im Bezirk ein weißes Bettuch gehisst. Das wird gefeiert – auch unter Corona-Bedingungen.

Aplerbeck

, 08.04.2021, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Von links: Ulrich Krüger, Wolfgang Asshoffund Michael Rohde hissen die Friedensfahne. Dieses Jahr wird der Tag des Friedens wieder etwas größer gefeiert als im vergangenen Jahr - natürlich Corona-konform.

Von links: Ulrich Krüger, Wolfgang Asshoffund Michael Rohde hissen die Friedensfahne. Dieses Jahr wird der Tag des Friedens wieder etwas größer gefeiert als im vergangenen Jahr - natürlich Corona-konform. © Alexandra Wachelau

Der Tag des Friedens in Aplerbeck geht in diesem Jahr in die 11. Runde – zum zweiten Mal nun schon unter Corona-konformen Bedingungen. Nun feiert der Bezirk mit etwas mehr Vorlaufzeit den 12. April.

An diesem Tag wurde vor 76 Jahren für die einrückenden Soldaten eine Friedensfahne zur Kapitulation gehisst – trotz des gewaltsamen Wiederstandes durch die SS. Seitdem herrscht Frieden in Aplerbeck.

Punkt 16.15 Uhr läuten alle Glocken

Im Vergleich zum vergangenen Jahr hatten die Veranstalter jetzt mehr Vorbereitungszeit für einen Corona-konformen Tag, wie Ulrich Krüger aus dem Organisationsteam betont: „Im vergangenen Jahr hat es uns ja im April kalt erwischt“, sagt er.

Auch in diesem Jahr werden die Kirchenglocken am Montag (12.4.) um Punkt 16.15 Uhr in ganz Aplerbeck läuten. Zu dem Zeitpunkt wurde vor 76 Jahren die Friedensfahne gehisst.

Zusätzlich zu diesem akustischen Signal wird dann das Orga-Team weiße Fahnen aus den Fenstern des Amtshauses hängen – aber nicht nur hier: „Wir laden alle Haushalte dazu ein, weiße Fahnen, Tücher oder Ähnliches aus dem Fenster zu hängen, um an den Tag zu erinnern“, sagt Michael Rohde von der Bezirksverwaltungsstelle.

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Die Veranstalter erinnern die Bürger mithilfe eines Briefs und vieler Plakate an diese Aktion. Auch die Kirchen im Bezirk leisten ihren Anteil: Viele erinnern in der Andacht in den Gottesdiensten an den Tag des Friedens, außerdem wurde ein kleines Friedensgebet von den Gemeinden veröffentlicht.

Auch an den zahlreichen teilnehmenden Schulen wird der Tag des Friedens inzwischen in den Unterrichtseinheiten eingebunden. Die Stolpersteine wurden nun dank der Emscherschule Aplerbeck digitalisiert: www.denktag.de/2020digitalestolpersteine

Tag des Friedens

  • Der Tag wird unterstützt von der Emscherschule, der Albrecht-Dürer-Realschule, dem Gymnasium an der Schweizer Allee, der Jugendfreizeitstätte Schüren, dem Jugend- und Freizeitzentrum Aplerbeck, dem Aplerbecker Geschichtsverein, der Katholischen Pfarrei St. Ewaldi Dortmund und der Evangelischen Georgs-Kirchgemeinde Dortmund.
  • Gesponsort wird der Tag aus dem Fundus des Stadtbezirksmarketings und der Bezirksvertretung Aplerbeck.

Ein zentraler Punkt des Aplerbecker Tag des Friedens ist die Lesung von Wolfgang Asshoff vom Geschichtsverein. Der Geschichtsverein war seinerzeit Hauptinitiator dieses Tages. Asshoff liest dabei den vom Verein recherchierten zeitlichen Ablauf des 12. Aprils 1945.

Musste die Lesung im vergangenen Jahr Corona-bedingt ausfallen, hat das Organisations-Team sie dieses Jahr auf einem Video festgehalten. Dieses wird dann am Montag auf der Facebookseite des Stadtbezirksmarketings veröffentlicht.

Jedoch: Das alljährliche gemeinsame Singen muss weiterhin ausfallen, auch eine Lesung der Autorin Jennifer Teege wird aufs nächste Jahr geschoben. Zeitzeugen können weiterhin nicht eingeladen werden, für ein Ersatzprogramm sei unter Corona-Bedingungen der Organisationsaufwand zu hoch. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wie die Projektleiter betonen.

„Wir versuchen, durch den Tag auch immer eine positive Perspektive in den Bezirk zu bringen“, sagt Ulrich Krüger.

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