Am Anfang war das Wort

DORTMUND Jetzt wirds spacig. Das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" der Gesellschaft "Wissenschaft im Dialog", das zurzeit im Dortmunder Hafen vor Anker liegt, hat einen klingonischen Sprachcomputer an Bord.

von Von Daniel Claeßen

, 31.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Anfang war das Wort

Nicht nur für Kinder bietet die "MS Wissenschaft" neue Erfahrungen...

Keine Sorge - auch wenn es tatsächlich klingonische Wörterbücher gibt, dient der Sprachcomputer auf dem Schiff einem anderen Zweck: Er verwandelt geschrieben Text in gesprochene Sprache, der Betrachter kann die Umwandlung Schritt für Schritt verfolgen. Der Computer ist eine von 20 Stationen auf dem Schiff, die sich allesamt mit dem Phänomen Sprache beschäftigen. Passend zum Jahr der Geisteswissenschaften lautet das Motto "Sprache ist mehr als Worte".

Ob die Hieroglyphen der Ägypter, Gebärdensprache oder das Morsealphabet - vor allem Kinder haben an Bord der MS Wissenschaft die Gelegenheit, spielerisch die Geschichte der Sprache und ihre Bedeutung zu erlernen. Und wer dennoch mit Außerirdischen sprechen will, kann ihnen auf kleinen Zetteln eine Botschaft schicken. "Hallo du. Wer bist du?" fragt Inge. Und Max lädt die Besucher zu sich nach Hause ein: "Kommt doch mal vorbei!"

Das mag sich auch Dr. Gerhard Kilger gedacht haben. "Diese Ausstellung muss nach Dortmund", findet der Leiter der DASA. Er habe bereits ein Leihgesuch an "Wissenschaft im Dialog" geschickt. "Geschäftsführer Dr. Herbert Münder kann sich ein solches Geschäft durchaus vorstellen", verrät Kilger. "Allerdings müssen wir noch einige Rahmenbedingungen klären." Zum einen gehörten die Exponate verschiedenen Instituten, zum anderen müsse mit der Firma, die die Ausstellung gebaut hat, verhandelt werden.

Die MS Wissenschaft liegt noch heute am Alten Hafenamt vor Anker und ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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