Ampelausfall vor zwei Jahren: Dortmunder Autofahrer können im Sommer wieder abbiegen

rnProvisorische Ampel

Eine teure provisorische Ampel und eine seit zwei Jahren gesperrte Linksabbiegerspur sollen in diesem Frühjahr von Tiefbauamt und Stadtwerken „angepackt“ werden. Und das wird auch Zeit.

Nordstadt

, 25.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als vor rund zwei Jahren eine Ampel in der Dortmunder Nordstadt ausfällt, gehen weder Autofahrer noch das Tiefbauamt davon aus, dass diese Situation nicht schnell behoben werden könne. Ist ja schließlich nur eine ausgefallene Ampel.

Jetzt lesen

Doch die Ampel, die sich an der Münsterstraße in Höhe der Lortzingstraße befindet, hat es in sich. Denn sie ist gekoppelt mit der Signalsteuerung der U-Bahn, die dort die Fahrbahn kreuzt. Und eine neue, moderne Ampel lässt sich nicht ohne weiteres mit der älteren Technik der Bahnsignalsteuerung koppeln.

Autofahrer müssen noch etwas Geduld haben

Ergebnis: seit zwei Jahren mittlerweile ist das Abbiegen am Lortzingplatz nicht möglich. Und die aus Norden kommenden Abbieger müssen noch einige Monate Geduld haben, denn für diese Signalsteuerung der U-Bahn sind die Stadtwerke (DSW21) zuständig.

„Die von DSW21 auszuführenden Vorarbeiten an der

Signalsteuerung sind noch nicht abgeschlossen, daher konnte die Lichtsignalanlage noch nicht erneuert werden“, teilt Pressesprecher Maximilian Löchter von der Pressestelle der Stadt Dortmund mit. Geplant sei die Erneuerung für den Zeitraum Mai/Juni 2020, wie die Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl informiert.

Neuer Asphalt für die Kreuzung Münsterstraße / Mallicnkrodtstraße

Weiterhin ist für das zweite Quartal 2020 geplant, die Fahrbahnen der Münsterstraße zwischen Mallinckrodtstraße und Lortzingstraße in beiden Fahrtrichtungen mit einem „lärmoptimierten Asphalt“ zu erneuern, erklärt Löchter.

Dafür kommen dann mehrere Wochenenden in Frage - die konkreten Wochenenden stehen allerdings noch nicht fest. „Die Maßnahme wird in vier Bauabschnitten jeweils von Freitag 20 Uhr bis Montag 5 Uhr unter Vollsperrung durchgeführt“, teilt der Pressesprecher mit.

Die entsprechenden Umleitungen werden ausgeschildert. Während der Woche werden dann Regulierungen im Bereich der bestehenden Rinnenanlagen und Gullis ausgeführt, heißt es von Seiten des Tiefbauamtes. Dafür wird die Straße allerdings nicht komplett gesperrt. Die Rede ist von einer „halbseitigen Verkehrsführung“.

Gleichzeitig mit diesen Arbeiten werde der Kreuzungsbereich Mallinckrodtstraße / Münsterstraße neu asphaltiert, um anschließend den öffentlichen Verkehr „durch Farbmarkierung optimierter führen zu können“. Mit Sperrungen im weiteren Verlauf sei nicht zu rechnen.

Jetzt lesen

Und wenn das alles geschafft ist, wird die provisorische Ampel - ein Jahr später als geplant - auch endlich abgeschaltet werden können. Denn das Ersatzgerät ist ein teures Stück: Sie kostet rund 2000 Euro im Monat.

Lesen Sie jetzt