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An der Harkortstraße in Hombruch kriegen die Busse die Kurve nicht

rnNach Bauarbeiten

Breite Gehwege, schmale Fahrbahn: Das sollte der Hingucker auf der sanierten Harkortstraße werden. Kurz vor Ende der Bauarbeiten muss die Stadt nun aber noch mal ran. Der Grund ist kurios.

Hombruch

, 23.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Eigentlich war die Stadt bei den Bauarbeiten auf der Harkortstraße in Hombruch schon auf der Zielgeraden. Nun verzögerte sich das Ende der Baustelle ein weiteres Mal.

Anders als im August, als der Start des letzten Bauabschnitts auf der Harkortstraße ebenfalls verschoben werden musste, lag es diesmal aber nicht am Wetter.

Der Grund für die aktuelle Verzögerung ist ein wenig kurioser: Der Bürgersteig an einer Ecke der Kreuzung Harkortstraße/Löttringhauser Straße war zu breit geraten. Das bemängelte das Verkehrsunternehmen DSW21 gegenüber dem Tiefbauamt der Stadt. Dabei sollten die breiten Gehwege doch genau der Hingucker auf der sanierten Harkortstraße werden.

DSW-Busse testeten die Kreuzung

Wie DSW-Sprecher Bernd Winkelmann erklärt, habe man bereits eine Probefahrt mit dem Linienbus auf dem Bauabschnitt absolviert. Das sei so üblich, wenn eine Straße mit Busverkehr nach Baumaßnahmen wieder freigegeben wird.


Und dabei, berichtet Winkelmann, sei den Fahrern aufgefallen, dass die Busse ein wenig zu stark in den Gegenverkehr geraten, wenn sie die Kurve nehmen. Und zwar, wenn sie von der Löttringhauser Straße kommen und rechts auf die Harkortstraße abbiegen.

Der Bürgersteig war einen Meter zu breit

Grund dafür ist eben jener neue breite Bürgersteig, durch den die Fahrbahn etwas zu schmal geraten ist. „Die Sicherheit im Straßenverkehr konnte nicht garantiert werden“, erklärt Winkelmann.

DSW21 hat das Problem daher nach der Probefahrt dem Tiefbauamt gemeldet, dass den Bürgersteig an der besagten Ecke nun wieder ein Stück zurückbauen muss. Genau genommen einen ganzen Meter. Wie die Stadt jetzt mitteilt, muss „die Gehwegfläche im Bereich des Bio-Supermarktes zurückgesetzt werden.“

Weiter schreibt Stadt-Pressesprecherin Heike Thelen: „Hierzu wurde es erforderlich, im Gehwegbereich das Betonpflaster und in der Fahrbahn den Asphaltbelag entsprechend anzugleichen.“

Praxis schlägt Theorie

Und wie konnte es passieren, dass die Stadt den schön breiten Gehweg wieder zurückbauen musste? Offensichtlich ein klassischer Konflikt zwischen Theorie und Praxis. In der Theorie gibt es Richtwerte, so genannte Schleppkurven, die darlegen, wie viel Platz Fahrzeuge wie Gelenkbusse, aber auch Lkw oder Sattelzüge in Kurven brauchen. Das erläutert Maximilian Löchter, ebenfalls Pressesprecher der Stadt.

„In diesem speziellen Fall passt die Schleppkurve in der Theorie auch knapp ‚zwischen die Borde‘“, so Löchter. Der Fahrversuch habe allerdings gezeigt, dass Fahrer in diesem Falle nur mit Zentimeter genauer Einhaltung der Fahrkurve, erfolgreich um die Ecke gekommen wäre. „Das ist unstreitig im Linienbetrieb so nicht zu machen, daher wurde der Bereich nochmals angepasst“, sagt Löchter.

Baustelle und Umleitung schon aufgehoben

DSW21 hatte deswegen bereits angekündigt, die Baustellenumleitung auf einigen Buslinien noch länger aufrecht zu erhalten. Während der Bauarbeiten konnte nämlich die Haltestelle Gablonzstraße nicht angefahren werden. Aufgrund der Nachbesserung durchs Tiefbauamt hatte man bereits angekündigt, dass die Umleitung bis Ende September bestehen bleibt.

Die Stadt hat den störenden Meter am Bürgersteig aber bereits am Donnerstag (20. September) beseitigt. Am gleichen Tag hob DSW21 schließlich auch die Umleitung der Busse auf.

  • Im März begann das Tiefbauamt mit der Sanierung des Straßenabschnitts zwischen Kreuzung Harkortstraße/Karlsbader Straße und Kreuzung Harkortstraße/Löttringhauser Straße/Gablonzstraße.
  • Ziel der Umgestaltung: Das Hombrucher Zentrum attraktiver machen. Der neugestaltete Bereich soll wie ein Eingangstor in die Innenstadt wirken.
  • Die Fahrbahn soll dabei um einen Meter schmaler und der Gehweg breiter werden. Außerdem werden der Fußgängerweg und die Fahrbahn in einer Farbe gestaltet: sandfarben. So soll der Straßenabschnitt wie eine Fläche wirken.
  • Vor der Fahrbahnsanierung wurden im März und April Kanalarbeiten vorgenommen.
  • Kosten der Baumaßnahmen: Circa 1,1 Millionen Euro.
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