An der Kult-Imbissbude gibt es weiterhin Currywurst und Pommes

rnAlfred-Trappen-Straße

Im Frühjahr drohte die kleine Kult-Pommesbude in Hörde zu verschwinden. Denn für das Gebäude, in dem die Bude sitzt, gab es neue Pläne. Die Pläne gibt es noch – aber jetzt streiten Anwälte.

Hörde

, 29.08.2019, 10:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese Pommesbude, die noch nicht einmal einen Namen hat, ist Kult: Sie ist kaum sechs Quadratmeter groß, die Eingangstür gerade 1,50 Meter breit und zugleich Verkaufstheke. Links Fritteuse, Bräter und Kühlschrank, rechts eine geflieste Wand. Jeden Tag bilden sich – auch an heißen Tagen – Schlangen vor dem kleinen Verkaufsschalter. Hier schmecken Pommes und Currywurst eben besonders gut. Das sagen zumindest die, die in der Schlange stehen.

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Alfred-Trappen-Straße 1-3: Im Frühjahr machten Gerüchte die Runde, der Imbiss müsse verschwinden. Hintergrund ist ein Eigentümerwechsel. Es gab neue Pläne für das Grundstück. Die gibt es weiterhin. Ebenso wie Pommes und Wurst. „Wir sind noch eine Weile hier“, teilt die Betreiberfamilie auf Anfrage mit. „Die Bude wird vorerst nicht geschlossen.“

Anwälte streiten über die Kündigung des Mietverhältnisses

Philipp Damm bestätigt das. Philipp Damm ist Praxismanager der Augenärzte-Praxisgemeinschaft Thanh-Truc Tran und Dr. Daniel Krause. Eigentümer der beiden Wohn- und Geschäftshäuser in 1B-Lage der Hörder Fußgängerzone ist die „Alfred-Trappen-Straße 1-3 GbR“, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Damm spricht für die nach seiner Aussage „praxis-nahe“ GbR.

An der Kult-Imbissbude gibt es weiterhin Currywurst und Pommes

Diese Currywurst ist Kult in Hörde. © Uwe von Schirp

„Eigentlich gibt es nicht so viel Neues zu erzählen“, sagt er im Gespräch mit dieser Redaktion. Immerhin so viel: „Es gibt unterschiedliche Vorstellungen, wie man ein Mietverhältnis beendet.“ Er wolle einem Gerichtsverfahren nicht vorgreifen. Dass die Zukunft von Mietverhältnis und Pommesbude mittlerweile Anwälte verhandeln, bestätigt auch die Betreiberfamilie der Frittenschmiede.

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„Es ist schade“, sagt Damm. Das hatte er bereits im April gesagt – seinerzeit mit Blick auf eine mangelnde Kommunikation mit den Inhabern der Pommesbude über die Beendigung des Mietverhältnisses. Heute sagt er es im Zusammenhang mit den juristischen Auseinandersetzungen.

Diese Pläne gab es ursprünglich für die Pommesbude

In den beiden Häusern sind Geschäfte und Wohnungen. Ein Teil der Geschäfte ist bereits geräumt. Der Flachbau ist baufällig. Deswegen nahmen die neuen Eigentümer von ihren ursprünglichen Plan Abstand, das Gebäude aufzustocken.

Stattdessen wollen sie einen Neubau errichten. Der soll in den oberen Etagen Platz für die Praxis der Augenärzte bieten. Deren derzeitige Räume nebenan im Gebäude an der Ecke Hermannstraße sind zu eng.

Auch im Neubau sollen Läden und Sozialwohnungen entstehen. „Mir ist kein Plan bekannt, der besagt, dass für die Pommesbude zukünftig kein Platz mehr vorhanden wäre“, erklärte Philipp Damm im Frühjahr.

Jetzt liegen die Pläne erst einmal auf Eis. „Es entscheidet sich alles nächstes Jahr“, erklärt der Praxismanager. Am Ende der juristischen Auseinandersetzung.

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