Angeklagter soll auch mit Kokain gehandelt haben

Falschgeld-Prozess

Im Falschgeld-Prozess am Dortmunder Landgericht ist der Angeklagte am Mittwoch schwer belastet worden. Ein Zeuge sagte aus, dass er neben dem Blüten-Handel auch in Geschäfte mit Drogen und gefälschten Ausweisen verstrickt gewesen sei.

DORTMUND

09.11.2016 / Lesedauer: 2 min

Der Zeuge erinnerte sich an einen Besuch in der Wohnung des Mannes, der dem Gericht mit seinen verschiedenen Alias-Identitäten weiter Rätsel aufgibt. Dabei sei über Geschäfte mit Falschgeld, Kokain und gefälschten Ausweispapieren gesprochen worden, sagte der Zeuge.

Der 39-jährige Zeuge ist selbst tief in kriminelle Machenschaften verstrickt. Derzeit wartet er auf ein Schreiben der Staatsanwaltschaft mit dem Inhalt, dass er seine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten antreten muss. „Der Angeklagte ist mir damals als erste Anlaufstelle genannt worden, als es darum ging, mir einen gefälschten Führerschein zu beschaffen“, sagte er den Richtern. Dass der Mann auch mit Falschgeld handelte, will er bei diesem Besuch in der Nordstadt erfahren haben.

Falschgeld im Wert von 300.000 Euro angenommen

Auch die Polizei ist sicher, mit dem entweder 40 oder 42 Jahre alten Angeklagten den Empfänger von falschen 50ern im Nennwert von 300.000 Euro festgenommen zu haben. „Der Tipp zu der Lieferung kam von einer Vertrauensperson“, erklärte einer der ermittelnden Beamten am Mittwoch. Die Überwachungen hätten dann ergeben, dass die Blüten im Weinkeller eines Lebensmittelhändlers in Schwerte gelagert worden seien. „Anschließend sind sie Stück für Stück an den Angeklagten gegangen“, ist sich der Kommissar sicher.

Beschafft wurden die falschen 50er in Neapel. Ein Dortmunder Gastronom ist in diesem Zusammenhang bereits im Sommer zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte in seinem Prozess ein tränenreiches Geständnis abgelegt und gesagt: „Ich bin so dumm gewesen.“

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