Angeklagter soll Minderjähriger Nase gebrochen haben

Zuhälter-Prozess

Mit neuen Vorwürfen gegen die Angeklagten ist am Landgericht Dortmund der Prozess um die illegale Zwangsprostitution einer minderjährigen Bulgarin fortgesetzt worden. Eine frühere "Kollegin" der jungen Frau bestätigte, dass die Zuhälter regelmäßig handgreiflich und brutal geworden seien.

DORTMUND

16.10.2017, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Prostituierte auf dem Dortmunder Straßenstrich.

Eine Prostituierte auf dem Dortmunder Straßenstrich.

„Sie wurde oft geschlagen, einmal hat man ihr sogar die Nase gebrochen“, sagte die Zeugin über ihre anfangs minderjährige Landsfrau. Die Zuhälter seien regelmäßig sauer geworden, wenn die Prostituierten mehr Zeit als vereinbart mit Kunden verbracht hätten.

Und natürlich sei es bei den brutalen Ausrastern oft auch ums Geld gegangen. Die Prostituierten hätten einfach alles abliefern müssen. Und manchmal sei das einfach zu wenig gewesen.

Prostituierte trieb Kind in Bulgarien ab

Die Zeugin bestätigte, dass die Angeklagten weitere Frauen aus Bulgarien zur Arbeit auf dem Straßenstrich gezwungen hätten. Eine Prostituierte habe sogar den Auftrag bekommen, ohne Kondom zu arbeiten, um mehr Geld einnehmen zu können. Die bittere Folge: Die Frau sei schwanger geworden. „Sie ist dann nach Haus nach Bulgarien gefahren und hat das Kind abgetrieben“, sagte die Zeugin den Richtern.

An den kommenden Verhandlungstagen sollen weitere Zeugen vernommen werden. Mit einem Urteil ist nicht vor Ende November zu rechnen.

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