Anlagebetreuer scheitert mit seiner Klage

Kündigungen bei Continental

DORTMUND Im Streit um die geplanten Kündigungen beim Dorstfelder Automobilzulieferer Continental hat das Arbeitsgericht Dortmund am Donnerstag (26.11.) das Vorgehen der Betriebsleitung abgesegnet.

von Von Martin von Braunschweig

, 27.11.2009, 05:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

In der Abteilung des klagenden Anlagenbetreuers soll es neben ihm weitere acht Kollegen treffen. Continental machte im Prozess jedoch deutlich, dass die Auswahl strikt nach dem Sozialpunkte-Modell erfolgt sei. Das Gericht hatte an dieser Vorgehensweise nichts zu beanstanden. Der betroffene Facharbeiter glaubt indes an ganz andere Gründe für die Kündigung. „Vielleicht sollte es ja ganz einfach ihn treffen“, sagte sein Rechtsanwalt im Prozess – und spielte damit auf die Vermutung des Klägers an, ihm sei nur gekündigt worden, weil er im Betrieb als streitbarer Gewerkschafter bekannt sei.

Zum Prozess wurde der Continental-Mann am Donnerstag von zahlreichen Kollegen begleitet, die ihn unterstützen. „Das ist eindeutig eine politisch motivierte Kündigung“, lautet ihre Hauptaussage. Das sei schon daran zusehen, dass die Entlassung schon 13 Monate vor dem Termin ausgesprochen wurde, wo doch die Kündigungsfrist nur fünf Monate betrage. Da die Richter für diese Vermutung jedoch keine Anhaltspunkte sahen, wiesen sie die Klage ab. 

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