Annette Littmann legt Fraktionsvorsitz nieder

FDP Dortmund

DORTMUND Aus persönlichen Gründen wird Dr. Annette Littmann im Mai den Fraktionsvorsitz niederlegen und ihr Ratsmandat zurückgeben. Seit Gründung der Rathausgemeinschaft aus FDP und Bürgerliste im Jahr 2004 führte sie die Fraktion.

18.05.2010, 13:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Annette Littmann legt Fraktionsvorsitz nieder

Dr. Annette Littmann.

Mit einigem Stolz blickt sie auf ihre fast sechs Jahre ehrenamtliche Ratsarbeit zurück. „Auch wenn wir nicht alles erreicht haben, was wir uns vorgenommen hatten, so ist die Fraktion heute doch gut aufgestellt: Die Zusammenarbeit mit der Bürgerliste funktioniert gut. Die Fraktion ist heute mit 8 Ratsmitgliedern, 18 Bezirksvertretern, 4 sachkundigen Bürgern und 4 weiteren Aufsichtsräten im Konzern Stadt Dortmund breit verankert und fachlich fundiert.

 

Das Fraktionsmotto „die echte Opposition“ haben wir seit 2004 so gut mit Leben gefüllt, dass es von den Dortmundern auch akzeptiert wurde – nicht jeder Werbeslogan kann das für sich in Anspruch nehmen. Und die FDP findet in Dortmund auf kommunaler Ebene nach Jahren annähernder Wort- und Konzeptlosigkeit wieder statt.

Littmann hält an ihrem politischen Credo fest: „Das Motto ‚Privat vor Staat’ ist und bleibt ein gutes Motto – auch auf kommunaler Ebene. Denn eine Stadt ist (ebenso wie ein Staat) völlig überfordert, um sämtliche Probleme einer Gesellschaft allein zu lösen; zudem ziehen sich die Bürger zurück, wenn die öffentliche Hand vermeintlich alles managt und löst. Daher ist die Stadt (wie der Staat) gut beraten, so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich zu regeln.“

Ganz wird sich Littmann nicht aus der Kommunalpolitik zurückziehen: Sie wird die Fraktion in (kommunal)wirtschaftlichen und finanziellen Fragen weiterhin beraten.

Littmann: „Ich bedanke mich bei allen Menschen, die mich in diesen Jahren so gut unterstützt haben. Das gilt in erster Linie allen Ratsmitgliedern (auch denjenigen, die nur bis 2009 dabei waren), und dann Matthias Güssgen, mit dem ich exzellent zusammengearbeitet habe. Das gilt aber auch allen Menschen aus Parteien, Unternehmen, Medien und Organisationen, mit denen ich gute Gespräche und vertrauensvolle, belastbare Beziehungen bilden konnte. Für die Zukunft wünsche ich der Stadt und ihren Bürgern alles Gute.“

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