Ansturm bei DSW21: Lange Wartezeiten für Ticketkäufer

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Derzeit bilden sich oft lange Schlangen vor der DSW21-Geschäftsstelle an der Petrikirche. Die Verkehrsgesellschaft bezeichnet den Andrang als „moderat“.

Dortmund

, 03.09.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Monatsende, Schulanfang, Ausbildungsbeginn - viele Gründe, um sich ein Monatsticket zu kaufen. In diesem Jahr liegen diese Termine besonders nah beieinander. Deshalb stehen derzeit in und sogar vor der DSW21-Geschäftsstelle an der Petrikirche die Kunden oft Schlange.

14 DSW-Angestellte füttern die Schlange mit Tickets

„Wer braucht nur ein Einzelticket, kein Abo?“, fragt ein DSW-Mitarbeiter in die Runde, um die Schlange auszudünnen. Morgens wie abends ist der Andrang groß, und die Wartezeit ist oft lang. „Ich brauchte gut 20 Minuten. Jetzt habe ich meinen Zug verpasst“, erzählt eine Kundin, als wir am Freitag (30.8.) vor Ort waren. Sie ist das erste Mal dort – und will ihr Ticket künftig lieber online bestellen.

„Unser Kundencenter an der Petrikirche wird aktuell relativ stark frequentiert. Dabei handelt es sich um ein bekanntes Phänomen“, kommentiert DSW21-Sprecher Marc Wiegand. „Der gegenwärtige Andrang fällt relativ moderat aus“, findet er.

Und was tut die Verkehrsgesellschaft? „Wie in den Vorjahren setzen wir in dieser Phase drei zusätzliche Servicekräfte ein, die die Mitarbeiter des Kundencenters unterstützen. Regulär sind an der Petrikirche elf Mitarbeiter im Dienst. Auch unser Info-Mobil ist zeitweise am Kundencenter im Einsatz.“

Dennoch warten oft dutzende Kunden auf der Straße. „Ich kann nicht so lange stehen“, klagt eine ältere Dame. Ihr Langhaardackel wirft sich demonstrativ auf den Boden und döst eine Runde, bis es voran geht. „Dass alle reinkommen, wäre mal ein Anfang“, findet eine andere Kundin. Sie hat es sich unkomplizierter vorgestellt, das Schokoticket für ihre Tochter abzuholen. Ein anderer Kunde bleibt ganz entspannt und schaut nicht einmal auf die Uhr: „Wir sind in der Innenstadt. Da ist es klar, dass man lange wartet. Manche Dinge wie Stempel abholen kann man eben nicht online erledigen. Dann muss man eben hier stehen.“ Sein Tipp: In anderen Kundencentern, zum Beispiel in Hörde, sei der Andrang selten so groß.

Online-Ticketkauf liegt im Trend

Eine Alternative ist es auch, sein Ticket online zu bestellen - doch auch der Onlineshop war Ende der vergangenen Woche zwischenzeitlich nicht zu erreichen. Auch eine Folge der großen Nachfrage? „Der Server des Online-Shops wurde am Freitagmittag gegen 12.20 Uhr turnusmäßig neu gestartet“, so Wiegand. Mit dem Ansturm habe das nichts zu tun gehabt. „Dieser Prozess dauerte etwa 10 Minuten. Danach war der Online-Shop wieder ununterbrochen erreichbar.“

Generell gehe der Trend zum Onlinekauf, erzählt Wiegand. Die Ticketeinnahmen im gesamten Online-Bereich beliefen sich auf rund 1,2 Millionen Euro im Jahr, Tendenz steigend. Allein die DSW21-App habe mittlerweile mehr als 50.000 aktive Nutzer.

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