Anti-Tauben-Anlage am BVB-Stadion bringt nichts

Signal Iduna Park

Mit "Disco-Licht" wollte Borussia Dortmund gegen die Taubenplage im Signal Iduna Park vorgehen. Jetzt ist das Experiment gescheitert. Nach einem Jahr Testphase baut der BVB das System zur Taubenabwehr wieder ab. Die Anti-Tauben-Anlage störte die Vögel wenig - dafür aber einige Fans.

DORTMUND

, 27.01.2015, 03:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Die Anlage hat nicht den von uns erhofften Erfolg gebracht“, begründet Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation beim BVB, die Entscheidung. 

Das Problem: In den verwinkelten Ecken des Signal Iduna Parks fühlen sich Tauben pudelwohl, nach Spielen finden sie hier mit Brötchenkrümeln und Bierresten die perfekten Futterquellen – und hinterlassen jede Menge Kot. Deshalb hatte sich der BVB Ende 2013 entschieden, die moderne Anlage zu testen.

Blinkende Lichter sollten Greifvögel simulieren

Blinkende „Eagle-Eyes“ auf dem Stadiondach, die die Anwesenheit eines Greifvogels simulieren sollten, und ein Schalldrucksystem, das einen speziellen Ton ausgesendet hat, sollten die Tauben fernhalten. Haben sie aber nicht.

Außerdem hätten sich einige Fans gemeldet, die sich von den Geräuschen des Schalldrucksystems gestört fühlten, sagt Christian Hockenjos. In den kommenden Tagen wird die Anlage nun wieder abgebaut.

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