Anti-Terror-Einsatz: Keine Festnahmen in Dortmund

Nach Anschlag in Berlin

Bei einem Anti-Terror-Einsatz hat die Polizei am Donnerstagmorgen in Dortmund Wohnungen durchsucht. Die Generalbundesanwaltschaft führt die Ermittlungen. Festnahmen habe es keine gegeben. Der gesuchte Anis Amri hatte aber durchaus Kontakte nach Dortmund.

DORTMUND

, 22.12.2016, 08:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aktualisierung, 11.35 Uhr: Keine Festnahmen in Dortmund

Bei den Durchsuchungen in den frühen Morgenstunden in Dortmund hat es laut der Generalbundesanwaltschaft keine Festnahmen gegeben. Möglich sei lediglich, dass Personen kontrolliert und zu weiteren Überprüfungen mit zur Polizei genommen worden seien, so ein Sprecher der Bundesanwaltschaft.

Nach Informationen unser Redaktion fanden die Durchsuchungen an der Mallinckrodtstraße und der Düsseldorfer Straße statt. Der Wohnungsinhaber in der Mallinckrodtstraße gab unserer Redaktion gegenüber an, dass die Polizei am frühen Morgen die Wohnung gestürmt habe, ein Palästinenser und ein Marokkaner seien später von Beamten mitgenommen worden, da die beiden keine Papiere gehabt hätten. Beide, so der Wohnungsinhaber, seien allerdings erst am Vorabend in Dortmund angekommen und hätten hier Asyl beantragen wollen.

Laut der Generalbundesanwaltschaft hätte es am Morgen im gesamten Bundesgebiet Razzien gegeben, weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen, „um einen eventuellen Fahndungserfolg nicht zu gefährden“. Bild.de berichtet, dass es in Dortmund vier Festnahmen gegeben habe, die Festgenommenen seien Kontaktpersonen des gesuchten Terrorverdächtigen Anis Amri gewesen. Diese Meldung kommentierte der Sprecher der Bundesanwaltschaft mit den Worten: „Das stimmt nicht.“

Amri hatte durchaus Kontakte nach Dortmund. Mehrere Anwohner einer Straße in der östlichen Innenstadt hatten unserer Redaktion am Mittwoch bestätigt, Anis Amri dort regelmäßig gesehen zu haben.

Erste Meldung, 8.49 Uhr: Polizeieinsatz in Dortmund 

Der Einsatz in den Morgenstunden führte auf die Mallinckrodtstraße / Ecke Schützenstraße, zwei stark befahrene Hauptstraßen in der Dortmunder Nordstadt. Polizisten waren in dem Haus Mallinckrodtstraße 235, ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen. Wen die Polizei suchte oder ob es Festnahmen gab, ist zurzeit nicht bekannt. Ob Zusammenhänge zu dem Terroranschlag am Montagabend (19.12.2016) in Berlin und den Fahndungen nach dem mutmaßlichen Täter Anis Amri bestehen, ist uns nicht bekannt.

Der Berufsverkehr ist von dem Polizeieinsatz nicht betroffen.

Wir berichten nach.

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