Anwohner beklagen Nichtstun gegen lärmende Auto-Tuner bei Wash-Star in Eving

rnSchulte-Rödding

Bereits seit über einem Jahr fühlen sich die Anwohner an der Innsbruckstraße von der Tuning-Szene auf dem dortigen Park & Ride-Parkplatz belästigt. Maßnahmen sind jedoch bisher ausgeblieben.

Eving

, 23.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Reifen quietschen, Motoren heulen, die Musik ist laut - an der Innsbruckstraße ist in den Abendstunden oftmals einiges los. Viele Anwohner ärgern sich über die Tunerszene auf dem Park & Ride Parkplatz Schulte Rödding. Einer von ihnen ist auch Norbert Schliesing.

Für ihn ist das kein neues Problem. Seit die Wash-Star-Anlage vor rund zwei Jahren direkt an den Parkplatz grenzend ihren Betrieb aufgenommen hat, sei die Situation unerträglich. „Die Lebensqualität ist erheblich gesunken“, sagt Norbert Schliesing. Er wünscht sich ein Eingreifen von Politik und Polizei - doch bisher ist nicht viel passiert.

80 Wohneinheiten sind involviert

Dabei hatte der Anwohner bereits im vergangenen Jahr einen Antrag bei der Bezirksvertretung gestellt, bekräftigt durch eine Unterschriftenliste. Über 100 Anwohner protestieren.

Und weil er und die anderen Anwohner sich nicht nur beschweren wollen, haben sie auch Lösungsansätze dargelegt. Die Rede ist vom Absperren der Durchfahrmöglichkeit vom Parkplatz in die Waschanlage, von der Installation von Bremsschwellen oder auch vom Aufstellen von Hinweisschildern.

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Eine richtige Antwort auf seine Beschwerden hat Norbert Schliesing bisher nicht erhalten: „Mir wurde gesagt, das Tiefbauamt würde das prüfen. Als ich da angefragt habe, hieß es, die Bezirksvertretung sei zuständig. Und die wollten sich melden, haben das aber nie getan.“

Polizei und Politik wollen sich dem Thema annehmen

Dabei ist das Thema bei den Politikern durchaus präsent, bestätigt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Petra Frommeyer (CDU): „Wir haben uns schon letztes Jahr mit der Thematik auseinandergesetzt, da wurde aber festgestellt, dass zu dem Zeitpunkt kein Handlungsbedarf bestand.“ Jetzt will sie der Sache jedoch nochmal auf den Grund gehen: „Es ist sicherlich ein Thema für die nächste Sitzung der Bezirksvertreter oder den Arbeitskreis Sicherheit.“

Außerdem beschäftigt sich die Polizei mit der Situation an der Innsbruckstraße. Die vermehrten Streifenwagen hat auch Norbert Schliesing schon beobachten können, hat aber noch einen Verbesserungsvorschlag: „Dass sie viel fahren, ist gut. Aber es wäre schön, wenn sie auch mal in Zivil gucken würden, um die Leute auch auf frischer Tat zu ertappen.“

Polizei-Pressesprecherin Dana Seketa kann das zwar nachvollziehen, widerspricht aber auch: „Man muss sehen, was man damit erreichen will. Bei einer Situation wie dieser, geht es ja vo rallem auch darum, dass die betreffenden Personen die Polizei wahrnehmen.“ Einen Zivileinsatz schließt sie dennoch nicht aus, aber „das würden dann ja auch die Anwohner nicht mitbekommen, wenn wir in Zivil unterwegs sind“.

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