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Anwohner beschweren sich über "Festi Ramazan"

Ramadanfest in der Nordstadt

Das "Festi Ramazan" in der Nordstadt zieht im muslimischen Fastenmonat Ramadan bis zu 19.000 Besucher pro Nacht an. Bisher gab es kaum öffentlich ausgesprochene Beschwerden über das selbsternannt "größte Ramadanfest Europas". Doch ganz so lautlos geht das Festival auf dem Eberplatz nicht über die Bühne.

DORTMUND

, 20.06.2017 / Lesedauer: 3 min
Anwohner beschweren sich über "Festi Ramazan"

Das Ramadan-Festival nachts um 1.30 Uhr aus der Luft fotografiert: Der Festplatz an der Eberstraße in der Nordstadt ist der Ort fürs Feiern im Ramadan in Dortmund. Im Umfeld des Geländes stellen rücksichtslose Besucher die Anwohner auf die Geduldsprobe.

Wegen der Baustellen am Messezentrum an den Westfalenhallen mussten die Festival-Veranstalter für 2017 einen alternativen Standort finden – der Umzug auf den Festplatz an der Eberstraße führte zurück an den Ursprung des Festivals im Fastenmonat. Auslöser für diesen Bericht ist die E-Mail einer Anwohnerin, mit der unsere Redaktion anschließend gesprochen hat.

„Alles hat bisher gut geklappt“, lautet das vorläufige Fazit des Sicherheitsbeauftragten Patrick Arens, der die „Festi Ramazan“-Veranstalter seit den Nachbarschafts-Beschwerden auf der Stadtkrone im Jahr 2013 berät. In dieser Funktion ist Patrick Arens „auch nachts unterwegs“, um Beschwerden selbst einschätzen und reagieren zu können. Massive Beschwerden seien ihm nicht zu Ohren gekommen.

„Das hier ist einfach nur die Hölle“

Doch die kommen jetzt aus der Münsterstraße und fallen deutlich aus: „Das hier ist einfach nur die Hölle“, sagt Anwohnerin Bianca Hein, „wir sind machtlos gegen diesen Lärm, unsere Kinder schlafen vor fünf Uhr morgens nicht mehr ein, sie sind seit Wochen völlig durch den Wind“, so die Nachbarschafts-Perspektive aus dem Umfeld der Unfallklinik. Bewohner würden nachts auf den Balkonen stehen, weil sie nicht schlafen könnten.

Die Ursachen: Absperrungen gegen wildes Parken würden eingerissen, Motoren heulten auf, lange Staus lösten nachts laute Hupkonzerte aus, Einfahrten würden blockiert, und auf ihr Verhalten angesprochene Festival-Besucher reagierten aggressiv. Bianca Hein: „Die Nerven liegen bei allen Anwohnern blank.“ Das sind Beschwerden, die auch 2013 schon geäußert worden waren, so auch an der Brünninghauser Straße in der Nähe der B 54.

Polizei: Einsatzaufkommen ist "gering" bis "normal"

Auch die Polizei sei schon um Hilfe gebeten worden. Die Anwohnerin aus der Münsterstraße: „Die Polizisten waren sehr nett und zeigten Verständnis. Sie haben aber auch gesagt, dass ihnen die Hände gebunden sind und dass sie nichts für uns tun können.“

Tatsächlich sind wichtige neuralgische Punkte, wie die An- und Abfahrt der Teilnehmer sowie der Lärm und die Geruchsbelästigungen, zwischen den Veranstaltern und mehreren Ämtern der Stadtverwaltung abgestimmt worden. „Wo Probleme entstanden sind, haben wir sofort nachgebessert“, stellte Patrick Arens klar.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Ein Rundgang über das Festi Ramazan

Bilder vom Auftakt des Kulturfestes Festi Ramazan, das in diesem Jahr auf dem Fredenbaumplatz an der Eberstraße stattfindet. Seit Donnerstagabend feiern Tausende Muslime ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden 200.000 Besucher erwartet. Das Fest Ramazan gilt als das größte Ramadan-Festival Europas.
27.05.2017
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Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper
Auf dem Fredenbaumplatz startete das Kulturfest Festi Ramazan. Tausende Muslime feiern bei diesem Fest ihr Fastenbrechen. Bis zum 25. Juni werden an der Eberstraße 200.000 Besucher erwartet. Das Fest gilt damit als das größte Ramadan-Festival Europas.© Foto: Schaper

Auf unsere Anfrage hörte die Pressestelle der Polizei in der Nordstadt-Wache nach. Die vorläufige Bilanz dort: Größere Verkehrsprobleme gab es am 4. und 5. Juni, da an dem Samstagabend und in der Nacht rund 19.000 Festival-Besucher unterwegs waren. Das Einsatzaufkommen der Polizei rund um das Festival sei bisher „gering bis normal“ gewesen. Bis zum Ende des Festivals sollen insgesamt bis zu 240.000 Besucher daran teilgenommen haben.

Stadt: Verkehrsprobleme wurden "stark minimiert"

Die Perspektive von Anwohnern aus der Münsterstraße haben wir auch der Stadt Dortmund vorgetragen und um Antwort gebeten. Hier die wichtigsten Aussagen der Stadt Dortmund, die nur wenige Beschwerden erhalten hat:

  • Vor dem Festival-Beginn gab es „umfangreiche Vorbereitungen“ mit vielen verbindlichen Details.
  • Die Stadtverwaltung begleitet das Festival mit hohem personellem Aufwand (Tiefbauamt, Ordnungsamt).
  • Laut Stadtverwaltung wird das „Festi Ramazan“ mit „hoher Professionalität“ durchgeführt.
  • Laufende Verbesserungen hätten die Verkehrsprobleme „stark minimiert“, dazu gehört ein Shuttle-Service.
  • „Manche Besucher“ hielten sich vor allem an den Wochenenden nicht an die Regeln.

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