Anwohner lehnen neues Wohngebiet am Lennhof in Menglinghausen strikt ab

rnÄrger um Bau-Projekt

Es geht um ein Stück Idylle in Menglinghausen. In direkter Nachbarschaft des Rüpingsbaches soll gebaut werden – irgendwann. Was die Verwaltung begrüßt, lehnen die Anwohner jedoch strikt ab.

Menglinghausen

, 28.08.2018, 19:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es geht um das Gebiet zwischen der Menglinghauser Straße und der Straße Hellenbank. Die Verwaltung begrüßt das Bau-Projekt, die Anwohner sind strikt dagegen. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Wie ist der aktuelle Stand?

Der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen hat die Aufstellung des Bebauungsplanes Hom 252 beschlossen. Jetzt kann munter drauflos geplant werden.

Heißt das, dass die Planung dann auch umgesetzt wird?

Nein, die Pläne werden dann wieder dem Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen vorgelegt, der dann über die Umsetzung entscheiden wird.

Gibt es denn noch „Knackpunkte“, die einer konkreten Planung im Wege stehen?

Noch einige. So erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Schilff, dass man der Verwaltung noch einen Fragenkatalog zusammengestellt habe, den man erst beantwortet haben möchte.

Welche sind das konkret?

Da ist einmal die Einordnung der Weidefläche in der Nachbarschaft des Rüpingsbaches, dief im Jahr 2008 noch als Überschwemmungsfläche ausgewiesen war. Heute nicht mehr. „Hier möchten wir schon wissen, warum“, sagt Norbert Schilff“.

Gibt es noch weitere Fragezeichen?

Ja, da ist beispielsweise die Nähe des geplanten Baugebietes zum Restaurant Lennhof. Um mögliche Lärmbelästigungen der neuen Anwohner zu vermeiden, gibt es den SPD-Vorschlag, eine Weidefläche als Pufferzone zum Lennhof hin nicht zu bebauen. Hier habe der Investor aber noch keine Meinung zu geäußert, so Schilff.

Wie sieht es mit der Verkehrsanbindung aus?

Auch hier gibt es noch viele Fragen. So soll die Erschließung des neuen Wohnbereiches über den Seilbahnweg erfolgen. Eine ziemlich kleine Stichstraße. Auch hier möchte Norbert Schilff Klarheit darüber haben, wie dieses Problem gelöst werden soll. Auch die Anwohner hatten dieses Problem schon angesprochen – bislang ohne Erfolg.

Ein weiterer Streitpunkt sind die Pferdekoppeln, wie soll es im Falle einer Bebauung hier weitergehen?

Auch hier gibt es Nachfragen der SPD-Ratfraktion. „Es soll geprüft werden, ob die sich auf dem Gelände befindlichen Pferdeweiden durch eine Umplanung komplett oder in Teilen erhalten bleiben können. Und wenn nicht, ob dann ein ortsnaher Ausgleich geschaffen werden muss“, so Schilff.

Wie stehen die Anwohner und Nachbarn zu dem Beschluss des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen?

Nach wie vor sprechen sich die meisten der Nachbarn des Grundstückes gegen eine Bebauung aus. In den nächsten Tagen will man sich zusammensetzen und ein weiteres Vorgehen besprechen.

Was sind denn die Befürchtungen der Anwohner?

Da ist einmal der Zustand des Bodens der Pferdewiesen. Dieser wird bei Regen zu einer regelrechten Matschlandschaft. Bei einer Verdichtung befürchten sie das Eindringen von Wasser in ihre Häuser. Ein zweiter Punkt ist die komplizierte Verkehrsanbindung des neuen Wohngebietes über die engen Nebenstraßen. Es sind auch schon über dreihundert Unterschriften gegen das Bau-Projekt gesammelt und Bezirksbürgermeister Hans Semmler übergeben worden.

Und wie geht es jetzt weiter?

Die Verwaltung muss jetzt die Fragen des Ausschusses beantworten. Dann wird ein konkreter Plan erstellt und der wird noch einmal dem Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen vorgelegt. Der entscheidet dann.

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