Aplerbecker Grüne wollen U41 weiter bis nach Berghofen fahren lassen

rnAusbau der Stadtbahn

Den Verkehr unter die Erde zu bringen, ist in Anbetracht der vollen Straßen eine Option, so die Meinung der Aplerbecker Grünen. Eine Verlängerung der U41 zum Beispiel. Aber ist das machbar?

Aplerbeck

, 01.03.2019, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwas ungläubig waren die Gesichter der Bürger im Sitzungssaal der Bezirksvertretung Aplerbeck. Eine Verlängerung der U 41 bis zur Haselhoffstraße und weiter zum Kreisverkehr an der Busenbergstraße in Berghofen? So zumindest der Vorschlag der Grünen-Fraktion, die in einem entsprechenden Antrag auch gleich einen Prüfauftrag in Richtung Stadtverwaltung schickte.

Die Trasse sollte über Benninghofen, Haselhoffsiedlung und zumindest bis zum Kreisverkehr an der Busenbergstraße verlaufen, so die Grünen-Idee. Und die kam zumindest auch bei der SPD-Fraktion gut an.

Vom der Endstelle Clarenberg bis nach Berghofen

Die brachte im letzten Jahr schon einen Vorschlag in die Öffentlichkeit, die U47, die zurzeit am Marsbruchplatz in Aplerbeck ihre Endhaltestelle hat, zumindest bis zur Einmündung Wittbräucker Straße / Fuldastraße oberirdisch auszubauen. Ob dies jemals so kommen wird, ist aber fraglich. Die Anfrage der Grünen hingegen, die U 41 zu verlängern, ist sogar schon einmal aufgetaucht.

Im Rahmen eines Stadtbahnentwicklungskonzeptes ist diese Idee schon einmal untersucht worden. „Wir haben uns das folgendermaßen vorgestellt“, sagt Fritz Goersmeyer (Grüne): „Die U-Bahn soll am Clarenberg unterirdisch die Goymark queren und dann oberirdisch weiter in Richtung Berghofen verlaufen“.

Prüfauftrag geht an die Stadt Dortmund

Das wäre die günstigste Option, so Goersmeyer weiter. Ein Tunnel unter Berghofen hindurch sei sicherlich unbezahlbar. Eine Möglichkeit einer neuen Haltestelle wäre dann am Marksbach, noch auf Hörder Gebiet. Dann würde es, so die Idee der Grünen, weiter bis zur Haselhoffsiedlung gehen. „Hier halte ich eine weitere Haltestelle für sinnvoll“, sagt Goersmeyer.

Und dann weiter in Richtung Busenbergstraße. Zustimmung findet der Prüfauftrag auch bei den Sozialdemokraten, die ja schon die U47-Verlängerung vorantreiben wollen. Aber zurück zur U 41. Ist es überhaupt machbar, die U-Bahn von Hörde in Richtung Berghofen zu verlängern? Laut DSW21 auf jeden Fall – aber wohl nicht in der Form, wie es sich die Mehrzahl der BV-Mitglieder wünschen.

Pläne sind laut DSW21 nicht neu

„Die Pläne sind nicht neu. Die beschriebene Verlängerung der U 41 über Overgünne, Busenbergstraße und Haselhoffstraße ist vor Jahren im Rahmen des Stadtbahnentwicklungskonzeptes untersucht worden“, sagt Britta Heydenbluth, Sprecherin der Unternehmenskommunikation bei DSW21. „Sie ist jedoch aufgrund des hohen Aufwandes und einer ungünstigen Kosten-Nutzen-Rechnung nicht weiter verfolgt worden.“

Eine kleinere Variante ist aber immer noch denkbar, so DSW21. Und das ist eine Verlängerung bis zu Overgünne. „Das wird als Option weiterhin betrachtet. Diese Variante wird in den Gesprächen zwischen DSW21 und Stadt Dortmund zum Stadtbahnentwicklungskonzept ein Thema sein“, sagt Britta Heydenbluth.

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