App soll Parkplatzsuche in Dortmund erleichtern

Smarte Technik

Es ist ärgerlich für Autofahrer, vor einem voll besetzten Parkhaus oder Parkplatz stehend kehrtmachen zu müssen. Die Deutsche Telekom will jetzt in Dortmund bei der Parkplatzsuche behilflich sein. Wir verraten, was sie sich ausgedacht hat, um Stress zu reduzieren.

DORTMUND

, 21.03.2017, 11:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einzelne Parkplätze sollen per Sensor an Autofahrer funken, dass sie noch frei sind – und so bei der Suche helfen.

Einzelne Parkplätze sollen per Sensor an Autofahrer funken, dass sie noch frei sind – und so bei der Suche helfen.

Sonntagmittag auf der Cebit in Hannover, der weltweit größten Messe für Informationstechnik, kündigte die Telekom ihre Neuheiten an. Darunter: Smart Parking. In Hamburg will die Telekom-Tochter T-Systems dieses Jahr 11.000 Parkplätze im öffentlichen Raum sowie Parkhäuser und private Stellplätze vernetzen. Jeder Parkplatz wird mit einer etwa Kuchenteller-großen Scheibe ausgerüstet, in der sich ein Sensor, ein Funkmodul und langlebige Batterien befinden. 

Der Sensor meldet über ein energiearmes, über lange Distanzen und auch in Parkhaus-Tiefgaragen funktionierendes Schmalband-Mobilfunknetz, ob der Parkplatz über ihm frei ist. Mit der Smartphone-App „Park und Joy“, die also Freude beim Parken verspricht, sehen Autofahrer in Echtzeit, wo noch Parkplätze frei sind. Und das ab 2018 auch in Dortmund als zweiter Großstadt nach Hamburg. 

Bis Ende 2019

Hier will T-Systems – bis Ende 2019 – einen Großteil der innerstädtischen Parkplätze vernetzen. Auch Stellflächen in den Stadtbezirken sollen angebunden werden. „Wir freuen uns über das Engagement unseres Partners T-Systems“, hieß es von Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

T-Systems ist nicht zufällig über Dortmund gestolpert, sondern hat sich der „Allianz Smart City Dortmund“ angeschlossen. In dieser, Ende Dezember gegründet, bündeln sich über 60 Partner aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung. Ihr Ziel: digitale Projekte umsetzen und Dortmund zur intelligenten Stadt, also zur Smart City, machen.

Das Parkservice-Projekt, für die Allianz und Dortmund ein Meilenstein, beschreibt T-Systems-Vorstandschef Reinhard Clemens so: „Jeder Autofahrer wünscht sich, einfach und ohne Stress einen Parkplatz zu finden. Wir bieten eine App fürs komfortable Parken: Parkplatz finden, buchen, bezahlen, fertig.“ Die App zeigt nicht nur, wo Stellflächen frei sind, sondern navigiert auch dorthin. Und wer will, kann auch mit der App bezahlen und erspart sich den Gang zum Parkschein-Automaten.

Sensoren

Welche Parkplätze in Dortmund mit Sensoren ausgestattet werden, müsse noch abgestimmt werden, sagte auf Anfrage eine Telekom-Sprecherin. Klar ist: Plätze in Parkhäusern oder -Plätzen mit Schranke sollen Autofahrer künftig via App nicht nur suchen, sondern auch direkt buchen können.

Sähe ein Autofahrer von der B 1 kommend beispielsweise noch drei freie Plätze in der Tiefgarage Hansaplatz, könnte er einen davon direkt buchen. Und sicherstellen, dass kein anderer Fahrer ihm den letzten Platz wegschnappt. Bei öffentlichen Parkplätzen ohne Schranke sei das nicht möglich, so die Sprecherin.

Um die Wahrscheinlichkeit für freie Parkplätze zu berechnen, sollen auch Informationen aus Parkscheinautomaten und von verschiedenen Parkhausbetreibern genutzt werden.

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