Wie steht es um den Impfstatus von Beschäftigten in der Stadtverwaltung? Dieser Frage ist die Stadt nachgegangen. © Oliver Volmerich
Corona-Pandemie

Arbeit in sensiblen Bereichen: So viele Stadt-Beschäftigte sind geimpft

Die Stadtverwaltung Dortmund hat mit Blick auf Corona viele sensible Arbeitsbereiche. Inzwischen gibt es genauere Erkenntnisse über den Impfstatus der Beschäftigten.

Geimpft, genesen oder getestet – auch in der Dortmunder Stadtverwaltung gilt seit dieser Woche für Beschäftigte die 3G-Regel. Unabhängig davon hatte die Personalverwaltung aber schon zuvor eine Abfrage zum Impfstatus von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in sensiblen Bereichen gestartet.

Im September gab es zunächst eine freiwillige Befragung, an der sich rund die Hälfte der Stadt-Beschäftigten beteiligt hatte. Demnach waren etwa 90 Prozent gegen Corona geimpft. Da die Beteiligung freiwillig war, war die Aussagekraft des Ergebnisses natürlich begrenzt.

Verpflichtende Befragung

Das sollte bei einer zweiten Befragung anders sein. In den vergangenen Wochen wurden noch einmal rund 3900 Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung nach ihrem Impfstatus befragt – diesmal nicht freiwillig. Denn nach einer Novelle des Infektionsschutzgesetzes im Oktober waren Arbeitnehmer in bestimmten Bereichen verpflichtet, dem Arbeitgeber ihren Impfstatus anzugeben – das gilt etwa für Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen und im Rettungsdienst.

Das Ergebnis der Auswertung liegt jetzt vor. Danach sind 94,1 Prozent der Stadt-Beschäftigen in den sensiblen Bereichen geimpft und 1 Prozent genesen. Knapp 5 Prozent müssten also regelmäßig Tests vorlegen, um ihrer Arbeit nachgehen zu können.

Eine andere Frage ist, wie man mit den Beschäftigten umgeht, die sich nicht an der verpflichtenden Umfrage beteiligt haben – das sind nach aktuellem Stand etwa 400. Teilweise gibt es dafür einfache Gründe wie Urlaub oder längerer Krankheit, erklärt Personaldezernent Christian Uhr. In jedem Fall werde man nachhaken.

„Wir werden eine konsequente Haltung fahren“, kündigt der Personaldezernent an. Bislang gebe es aber nur in absoluten Einzelfällen Probleme. Er deutete an, dass für Beschäftigte, die sogar die Vorlage von täglichen Tests verweigern, Umsetzungen in unkritische Arbeitsbereiche, Abmahnungen und letztlich auch die Freistellung von der Arbeit ohne Bezahlung denkbar seien.

Start von 3G-Regel ohne Probleme

Gut gelaufen ist nach Angaben von Christian Uhr der Start der 3G-Regelung am Arbeitsplatz in der Verwaltung. „Es wird nachgefragt und dokumentiert“, erklärt der Dezernent. Zuständig für die Kontrollen seien die Teamleitungen in den Fachbereichen und dann aufsteigend die Führungskräfte der Abteilungen und Ämter.

Geplant ist auch, ein zentrales Angebot an Booster-Impfungen für Beschäftigte der Stadtverwaltung zu machen, kündigt Christian Uhr an.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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