Armutsquote sinkt in Dortmund - doch jeder Vierte ist gefährdet

Paritätischer Wohlfahrtsverband

Dortmund stemmt sich gegen einen erschreckenden Trend: Erstmals seit acht Jahren ist die Armutsquote 2013 gesunken (um 0,4 Prozent) und nicht weiter gestiegen. Das hat der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband herausgefunden. Doch noch immer ist jeder vierte Dortmunder von Armut bedroht.

DORTMUND

, 20.02.2015 / Lesedauer: 2 min
Armutsquote sinkt in Dortmund - doch jeder Vierte ist gefährdet

Symbolbild: In Dortmund ist die Armutsquote zwar gesunken - trotzdem ist jeder vierte Einwohner von Armut bedroht.

In Deutschland hat die Armut mit einer Quote von 15,5 Prozent ein neues Rekordhoch erreicht. Das stellte am Donnerstag der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband bei der Vorstellung des Armutsberichts fest.

Politisch alarmierend ist aus Sicht des Verbandes, dass sich die Armutsentwicklung von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt hat. Sie folge auch nicht der Entwicklung der Arbeitslosenquote und nicht einmal der SGB-II-Quote, im Sprachgebrauch Hartz-IV-Quote, „was eigentlich naheliegend gewesen wäre“, heißt es in dem Bericht.

Für den Verband ist das ein klares Indiz dafür, dass das Phänomen der „arbeitenden Armen“ in Deutschland Einzug gehalten habe: Eine wachsende Anzahl von Menschen arbeite im Niedriglohnsektor und in prekären Beschäftigungs- und nicht auskömmlichen Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen.

In Dortmund bestätigt sich dieser Trend. Während die SGB-II-Quote seit 2006 nur zwischen 17,7 und 18,4 Prozent schwankte, stieg die Armutsquote von 20,2 auf bis zu 25,4 Prozent. Der vollständige Armutsbericht 2014 findet sich hier.

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